April 18, 2021

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27.11. Wie verdienen die Cyclo Crosser ihre Brötchen?

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Die Cyclo Crosser bekommen kaum noch Startgeld

Die Stars unter den Cyclo Crossern gelten als die Millionäre unter den Radsportler. Da stellt sich die Frage was verdienen die Cyclo Crosser nun wirklich und wie tun sie es?

Der deutsche Meister  im Cyclo Cross, Marcel Meisen, hat die Diskussion hierzulande angestoßen. Er schnitt die Kürzung der Antrittsgelder oder Startgelder, wie sie in Belgien genannt werden, an. Man bekomme jetzt nicht mal mehr so viel, dass man davon seine Unkosten decken könne, sagte der doppelte Deutsche Meister.

Er zielte damit auf den belgischen Cyclo Cross Sport an. Denn nur in diesem Land verdienten die Cyclo Crosser bislang Geld. Schauen wir uns also die Situation im Nachbarland an. 

Belgische Radprofis bekommen bei den Continentalteams so an die 1400 Euro Netto im Moment raus. Die Cyclo Crosser zählen meist zu dieser Kategorie. Natürlich verdienen die Stars der Szene wesentlich mehr. Das ist aber auch bei anderen Sportarten so. Die einfachen Fahrer haben keine eigenen Sponsoren Verträge, die noch ein wenig Geld in die Kasse spülen würden. Das ist auch den großen Stars vorbehalten. Wout Van Aert hat z.B. beim Cyclo Cross Red Bull als Sponsor für den Helm.  Selbst Größen wie Eli Iserbyt, immerhin Europameister, haben nicht diese Einnahmequelle. Typen wie Marcel Meisen und früher Philip Walsleben erzielten zwar oft in Belgien Top Ten Ergebnisse. Als Erfinder des Cyclo Cross galten sie im Mutterland dieses Sportes aber nicht. Trotzdem wurden auch ihnen gute Antrittsgelder gezahlt.

Corona Krise

Nun haben wir aber die Corona Krise. Die Veranstalter dürfen keine Zuschauer auf den Platz lassen. Das reduziert die Einnahmen drastisch. Will man die Veranstaltungen weiter durchführen, müssen die Kosten gesenkt werden. Das tun sie bei den Antrittsgeldern. Dafür werden die Siegprämien leicht erhöht. 

Für das Fußvolk bedeutet das, es gibt keine Knete mehr oder nur noch wenig. Zwar müssen sie, wie vielleicht in Deutschland kein Startgeld zahlen, aber sie bekommen auch kein richtiges mehr. Marcel Meisen sprach von 150 Euro pro Antritt. Das reicht nicht für die Unkosten.  Die 150 Euro Minimum Antrittsgeld gelten natürlich nicht für die Topstars. Wout Van Aert und Mathieu Van der Poel würden sicherlich mehr verdienen, wenn sie den nur kommen würden.

Wout Van Aert will seine Saison dieses Wochenende mit dem Cross in Kortrijk beginnen und einen Tag später beim Weltcup in Tabor starten. Beim Weltcup gibt es keine Antrittsgelder. Die Preisgelder sind dafür sehr hoch. Insgesamt werden 70000 Euro unter den Profis verteilt. Die ersten 50 Fahrer erhalten eine Prämie. Doch auch hier schlägt der Virus zu. Da die Veranstalter sich verpflichten müssen, die Preisgelder nicht zu reduzieren, steigen einige aus. Es gibt diese Saison nur 5 Weltcup Wettbewerbe. Ohne Zuschauer sind die Preisgelder in dieser Höhe schwer zu stemmen.

Das Fußvolk

Da die normalen Profis in Belgien nicht soviel Geld verdienen, kam den Antrittsgeldern eine große Bedeutung zu. Vor der Krise konnte jeder Fahrer mit 500 Euro Startgeld rechnen. Zusammen mit dem Preisgeld verdienten manche der Jungens in der Saison wesentlich mehr als ihr nicht gerade üppiges Gehalt.

Kommen wir nochmal auf Marcel Meisen zurück. Der ist in einer besseren Situation als seine belgischen Kollegen von den Continental Teams. Denn er gehört zu einem UCI Pro Team.  Für Alpecin Fenix gelten andere Regeln. Hier müssen während des ganzen Jahres verpflichtend UCI MIndestlöhne gezahlt werden. Die liegen weit über dem, was die einfachen Continental Team Fahrer bekommen. Üppig sind die 40000 Euro aber auch nicht. Wenn man bedenkt was die Fußballer so verdienen.

 

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