Tour de la Provence

Fahren wie die Mörder. Das ist in diesem Frühjahr das Motto im Radsport. Wenn man den Etoile des Besseges sich angeschaut hatte, dann sah man schon erstaunliche Szenen. Manche Jungs fuhren mit einen Affentempo in die Kreisel und wunderten sich ob der Zentrifugal Kraft. Am Ende des Kreisels wurde man völlig losgelöst durch das Peloton katapultiert. Was treibt die Herren Radrennfahrer zu solchen Spökskes? Ist es der unerbittliche sportliche Leiter, der seine Untergebenen erbarmnugslos durch den Tag peitscht oder ist die Coronakrise und die Angst vor den elementaren Folgen?

Kaum sinken die Zahlen ein wenig, kommen die Debilen aus ihren Löchern. Alles halb so schlimm und morgen geht es dann wieder auf den Friedhof. Hauptsache die Geschäfte laufen. Die Zuschauer am Straßenrand denken ja oft nicht anders. Die Szenen am Ziel und während des Zeitfahrens beim Etoile des Besseges waren sehr anschaulich. Manche hoffen ja auf ihre Unverwundbarkeit und sind dann erstaunt wenn der Virus durch Feld geflogen kommt. Endstation Friedhof.

Radrennen sind nicht sicher. Das muss ganz klar sagen. Es gibt zu viele Leute, die sich nicht an die Regeln halten. Selbst im strengen Frankreich.

Soll man deswegen die Radrennen absagen. Ich sage ja. Besser wär`s. Schauen sie sich die Rennen doch einfach im Fernsehen an oder im Internet. Wir berichten doch gerne darüber. Es nützt doch nichts, stundenlang in einer Menschenmasse am Straßenrand zu stehen, die Jungs 4 Sekunden vorbeifahren sehen und anschließend  die Corona Intensivstation zu verstopfen.

Seien sie  mal noch ein paar Monate genügsam, dann haben wir es doch überstanden.

So, das musste mal gesagt werden. Nur deswegen berichtet ich Moment von zu Hause aus über Radrennen. Ein paar Kollegen sind zwar noch vor Ort. Aber es sind nur wenige. In neudeutsch also. Stay at home und geh auf die Internetseite vom Radsport Journal Tourmann oder auf eine der vielen anderen Seiten, die es mittlerweile gibt.

Wir werden also ab morgen von der Tour de la Povence berichten, obwohl ich Moment überhaupt keinen Bock auf Radsport habe. In der Hoffnung, dass es hilft. Doch wir sind immer noch Radsport verrückt und es wäre schon gei,l mal wieder hinter einem Rennen im Konvoy herzufahren.

Aber, und das Motto sollte für uns alle gelten, aufgehoben ist nicht aufgeschoben. In diesem Sinne. Ab morgen gibt es hier die Tour de la Provence.

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