Oktober 22, 2020

Radsport Journal Tourmann

Profi Radsport

Toter Held

2 min read
RADSPORT

Haben sie sich nicht schon einmal gefragt, was besser ist? Ein toter Held oder ein lebendiger Idiot. Ich meine, jetzt wo der Herbst kommt, wo wir immer unsere Colts ölen und über die Prärie reiten. Da kann man sich doch die Frage stellen. 

Letztes Jahr habe ich Terrence Hill getroffen. Nein, nicht mit Revolver und in die Brust und so. Nein, beim Giro d’Ìtalia. Das ist er plötzlich mit einem alten Fahrrad auf der Ziellinie in Frascati erschienen. Immerhin war er in meiner Jugend mal eines meiner Idole und wegen ihm und Bud Spencer haben wir Sonntagnachmittags die Kinosessel mit Popcorn gefüllt.

Dieses Jahr ist der Giro erst im Herbst. Corona.

Und ich bin  lieber ein lebendiger Idiot als ein toter Held.  Deshalb bleibe ich lieber hier in meinen Exil in Steinermühle. Ich meine, heute war ja auch die WM in Imola. Die Italiener stehen direkt am Straßenrand und husten Radpsportden Jungs aus 2 cm Entfernung ins Gesicht. Ohne Maske. Vollidioten gibt es überall. Man braucht ja nur in den Spiegel zu schauen. Aber das  hier muss nicht wirklich sein. Was nützt dir der Weltmeistertitel oder das Rosa Trikot, wenn ein paar hundert Leute meinen, sie müssten einem ihre Rotze in den Rachen spucken.

Nee, danke, Sir.

Deshalb serviere ich Ihnen hier ein paar Spagallo Western Songs. Genießen sie`s, ölen sie den Colt und reiten ein oder zweimal ums Haus.

 

Im Sport gibt es viele tote Helden. Manche haben sich einfach übernommen oder die Sportart ist dermaßen unfallbedingt, dass endgültige Fälle mit inbegriffen sind. Der Radsport zählt auch dazu. Manche haben sich auch selbst zu Tode gedopt und sind einfach vom Rad gefallen und nicht wieder aufgestanden. Die Radsporfamilie setzt an der Stelle dann ein Denkmal, wie zum Beispiel das berühmte von Tom Simpson am Mont Ventoux. Die Enthusiasten strömen auch heute noch an die Strecke und an diesen Platz. Die meisten denken nicht nach. Und wenn dann in die falsche Richtung. Statt ein Symbol für eine Abschreckung, für einen unnötig durch falsches Verhalten herbeigeführten Exitus, zelebrieren die meisten einen Kult. Den Tanz ums goldene Kalb auf hohen Niveau.

Und so braucht man sich nicht wundern, dass jedes Jahr ein paar junge Menschen sterben, weil sie den blöden Mythen der Alten glauben und den falschen Weg gehen. Tote Jungens, die dann zu toten Helden gemacht werden.

 

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