Dezember 3, 2020

Radsport Journal Tourmann

Profi Radsport

Den deutschen Cyclo Crossern wird das Antrittsgeld gekürzt

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Startgeld

Kein Antrittsgeld. Ohne Moos nicht nichts los. Dieser unschöne Grundsatz gilt auch im Radsport. Insbesondere im Cyclo Cross. Die belgischen Cyclo Cross Rennen sind die Top Einnahmequelle im Cyclo Cross. Normalerweise strömen die Fans zu einzigen belgischen Wintersportart und bezahlen dafür auch Eintritt. Der  gute Bierkonsum erhöht  das Einkommen der Veranstalter nicht unwesentlich. Besonders wenn ein Belgier gewonnen hat, wird gerne mal eine Abschlussrunde spendiert.

Das fällte diese Saison aber alles weg. Die Veranstaltungen finden statt, aber ohne die jubelnden und zahlenden Massen. Das hat zur Folge, dass das Kroppzeug unter den Cyclo Crossern nur noch ein geringes Antrittsgeld bekommt. Und die deutschen Fahrer fallen halt unter diese Kategorie. Marcel Meisen, sowohl Deutscher Meister auf der Straße als auch im Cyclo Cross, bezeichnet die Situation in einem großen deutschen Radsport Magazin als fatal.  150 oder 250 Euro  Startgeld decken nicht mehr Unkosten für die Reise. Dazu sind die Prämien Plätze unterhalb der ersten fünf Fahrer auch nicht gerade üppig. Die Topstars der Szene haben da keine Probleme. Wout Van Aert soll in Frankreich mal 30000 Euro Startgeld bekommen haben. In Belgien gibt man den beiden Publikumsmagneten Van Aert und  Van der Poel auch in den schlechten Coronazeiten gerne 10000 Euro für den Antritt. Wenn sie denn nur kommen würden. Aber auch die neuen Reservestars wie Iserbyt, Aerts  und Sweeck dürften nicht gerade mit leeren Händen nach Hause gehen.

Nun müssen deutsche Cyclo Crosser, wie Marcel Meisen,  nicht  am Hungertuch nagen oder sind auf Stütze angewiesen.  Immerhin gehört Meisen zum selben Team wie Mathieu Van der Poel. Alpecin Fenix ist ein UCI Pro Cycling Team. Zählt also zur zweiten Garde der Profiteams. Hier gelten Vorschriften für Mindestlöhne. So an die 35000 Euro`s Grundeinkommen im Jahr sollten es schon sein. 

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