Sa. Okt 19th, 2019

Tour de Pologne 3. Etappe. Und dann stirbt Bjorg Lambrecht

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Tour de Pologne 3. Etappe

Neue Gelegenheit für die Sprinter. Der Tag begann ganz gut. Das Rennen startete in einem Stadion. Der riesigen Slaski Arena in Chorzow. Ich weiß gar nicht, ob das ein Fussballstadion ist oder nur eine Leichtathleitkarena. Tore standen jedenfalls nicht rum. Außer zwei Marathontoren. Die wurden von den Matadoren der Straße des öfteren für ein und Ausfahrten genutzt. Das war wirklich sehenswert. Allerdings blieben die Stühle im Stadion größtenteils leer. Man ist ja nicht in Roubaix oder beim Fußball. Dass jemand Tor geschrieen hätte wäre mir aufgefallen. Die Stimmung hob sich nur ein wenig, als die Bora hansgrohe Mannschaft ihre Unterschriften abgab. Die Jungens machen hier ein wenig auf Sonnenschein.

Drei Fahrer setzten sich direkt nach der Ausfahrt ab, Jedenfalls als das Rennen freigegeben wurde. Es natürlich ein Pole vom Nationalteam. Diesmal ist es Adrian Kurek. Wieder mit dabei ist der unvermeidliche Charles Planet vomTeam Novo Nordisk. Der will die Rundfahrt sicher als Solist bestreiten. An drei Tagen in Ausreißergruppen und Diabetis. Da kann man nur sagen chapeau. Dazu kommt noch ein blaues Trikot. Es ist ein Fahrer vom Team Gazprom namens Evgeny Chalunov. 

44 km vor dem Ende haben sie eine Minute 1.20 Minute Vorsprung. Er lag schon mal deutlich höher. Auch heute gilt wieder für die Junges. Alles Abgreifen was möglich ist und die Auszeichnungen dann auf der Bühne in Empfang nehmen. Auch Kurek kommt sicher aufs Podium. Wenn die Junges sich abwechseln kommt jeden Tag ein anderer in den Genuß.

Planet ist der große Meister von den Dreien. Seine Teamkollegen haben weniger Glück. Zwei legen sich auf die Straße bei einem nassen Karussell. Denn mittlerweile ist ein Schauer runtergekommen und der hat die Straße nass gemacht.

Das ist nicht schön für die Sprinter. Pascal Ackermann und Fernando Gaviria werden sich heute um schwer um das Trikot des besten Sprinters streiten. Beide haben 38 Punkte.

Da ich die restlichen Zeilen nun später schreibe, habe ich die schlechten Nachrichten schon mit bekommen. Den Sturz von Bjorg Lambrecht vom Team Lotto Soudal haben wir  nicht mit bekommen. Da waren wir noch auf der Autobahn im Stau. Bis zum Zieleinlauf in Zabrze haben wir eignetlich gar nichts mitbekommen. Nicht Mal, dass Lambrecht gestürzt war. Da TV zeigte keine Bilder und die anderen  Reporter wussten nichts oder konnten es nicht sagen, weil ich polnisch verstehe.

Dann der Hammer bei der Zeremonie Protollaire. Der Veranstalter erklärte unter Tränen, dass Bjorg Lambrecht zwar wiederbelebt, aber dann im Krankenhaus verstorben war. Obwohl auf polnisch, begriff ich sofort, das hier was nicht stimmte. ich fragte einen Kollegen auf Englisch und der übersetzte es dann. Wieder hatte es einen Jungen erwischt. Einen, den wir noch vor ein bat Stunden fröhlich grinsend fotografiert hatten.

Davor habe ich immer Angst und trotzdem dem passiert es immer wieder. Der letzte war Jimmy Duckenoy. Wir verließen sofort die Siegerehrung. Keinen Bock auf diese Scheiße. Die anderen warteten wohl noch ab, but the show didn´t goes on. Richtig so. Morgen ist auch noch ein Tag.

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