Liege Bastogne Liege. Schlittenfahrt durch die Ardennen.

Hatten einige der Jungs bei der Tour of the Alps ihre Wintersachen am letzten für endgültig in den Schrank gelegt, werden sie an diesem Sonntag kräftigst enttäuscht auf den Wetterbericht schauen.

In ganz Mitteleuropa ist der Winter  wieder eingekehrt. Die Klimakatastrophe mit umgekehrten Vorzeichen ist eigentlich der Normalzustand des letzten Jahrhunderts gewesen. Allein die Jongens können sich daran nicht mehr erinnern. Da waren die meisten der Kinder ja noch nicht auf der Welt.

Das Alpenpanorama im Fernsehen zeigt eine weiße Landschaft. Das Wetterradar in den Ardennen auch. In Winterberg im Sauerland liegt dick Schnee. Das hätten die gerne zu Weihnachten gehabt.

Einige der Jungs sind direkt von Tour Tour of the Alps in die Ardennen gefahren um am letzten Monument des Frühjahres teilzunehmen. Wie immer biegt man in Bastogne am Sherman Panzer links ab um dann 100 Kilometer später in der Redoute mit dem Rennen zu beginnen. Ich fürchte, heute werden nicht all zu viele  den Einstieg dort finden. Fans gibt es natürlich wie immer reichlich. 

10 Kilometer nach dem Start hat sich eine neunköpfige Gruppe zusammen gefunden. Die Jungs werden zumindest bis Bastogne und wahrscheinlich noch ein Stück weiter den on angeben. Man gönnt Calmejane und Co. die Show. Ernsthaft haben sie mit dem Ausgang des Rennens sicher nichts zu tun. Aber wer weiß das schon so genau.

Rund 3 Minuten werden den 9 Ausreißern gegeben. Das heißt bei Lüttich Bastogne Lüttich nichts gutes. Gut 70 Kilometer hat man schon hinter sich gebracht. 254 frostige km stehen insgesamt auf dem Programm des Tages.

 

Man ist schon  in Bastogne angelangt. Noch sind 140 zu fahren. Doch man hat auch eine 1 Minute dazu bekommen. Zuschauer sind reichlich am Straßenrand. Aber der Wind ist scharf und Spaß macht die Sache sicherlich nur den Masochisten.

Der Zuschauer Zuspruch ist sicherlich für die Jungs ermunternd. Aber die Leute fördern die Spitze und nachher fordern sie das Peloton auf, die Spitzenreiter einzuholen. Viel Wind um nichts. Das muss man wissen und nutzen. Die Favoriten verstecken sich bekanntlich lange im Feld. Besonders bei diesen Temperaturen werden sich Pogacar, Van der Poel Und Pidcock erst spät entwickeln. 

Dann scheint auch wieder die Sonne.

Die Redoute ist dafür natürlich ein Anlass. Aber wer weiß, ob das heute nicht zu früh ist. Andrerseits kann Pogacar auch den langen Weg gehen. Das wird noch spannend. Das Home of Radsport glänzt in der Zwischenzeit mit Tennis. Big business on a lazy sunday afternoon.

100 km vor dem Ende kommt es zu einen tragischen Sturz an einer engen Stelle. Pidcock und MVDP müssen pausieren und werden abgehängt. Auf Eddy Merckx Spielwiese beginnen sie allerdings die Aufhole und holen die anderthalb Minuten mit Benzin wieder auf.

Es geht in die Redoute. Hier ist in der letzten immer die Entscheidung gefallen. Man nähert sich ihr mit über 80 Sachen. Dann wird es langsamer. Pocagar startet seine Attacke am Fuss der Redoute.. Zunächst kann Richard Carapaz folgen. Aber nicht lange. Keine Spur Mathieu Van der Poel.

Wird der Vorsprung bis in Ziel reichen? 23 Sekunden sind es oben. Es sind noch viele Jungs auf der Jagd. Und 30 km bis ins Ziel nach Lüttich. Pogacar holt sich schnell die Minute und es wird bald mehr.

Pogacar ist dann endgültig weg. Wie gewohnt, macht er in der letzten Stunde auf einsamer Cowboy und in Lüttich auf Strahlemann. Zweiter wird Romain Bardet und dritter MVDP. Das hätte ich dem fliegenden Holländer heute nicht zugetraut. Für den Sieg gab es heute 800 Punkte. Der 50. bekam 15 Punkte auf das Firmenkonto. Für den Sieg bei der der heutigen Etappe der Türkei Rundfahrt bekam man schlappe 20 Punkte. Da muss Mutti lange stricken bis sie auf einen grünen Zweig kommt. Oder anders gesagt, ihr kleinen Mistviecher von  PRT und CT Klubs, wir werden euch richtig schwer machen, dass ihr je nach oben kommt. Danke auch UCI.

Ergebnis <<<<

 

 

 

 

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