Herr. Gib uns Schlamm.

Man sieht die Belgier nun des Öfteren am Meeresstrand von Oostende stehen und beten. Das es regnet und nicht friert. Denn auf eigenem Terrain will man die Weltmeisterschaft im Cyclo Cross nicht verlieren. Schon gar gegen diesen fliegenden Holländer. Dessen Achillesverse kennt man gut. Es ist der belgische Modder. Wenn es ums Wühlen im Schlamm geht, dann ist der Techniker eindeutig im Nachteil. 

Das hat man den ganzen Winter über gesehen und so hofft man, dass der eigene Favorit für dieses spezielle Terrain, Wout Van Aert, diese Umstände vorfindet.

Jetzt ist Oostende mehr für seine sandigen Dünen bekannt. Sollte es am Wochenende frieren, dürfte es eine makkelige Ausfahrt für Mathieu Van der Poel sein. Deshalb betet man um Regen. Außerdem kann man in den einschlägigen Gazetten nachlesen, wie man den Parcours ein wenig tiefer legt. Nicht, dass dann man unbedingt mit Ochsengespannen mal grob drüber fährt. Es genügt doch ein einfacher Motocross in der Nacht davor. Äh, das ist mein Vorschlag. Die belgischen Journalisten sehen ihr Heil eher bei den Polen und Spaniern. Auch Tschechen sollen nützlich sein, um den Kurs auf zu rauen.

Man hofft jedenfalls darauf, dass viel gelaufen werden muss, dass wäre dann Wout Van Aert’s Vorteil und man hofft darauf, dass Mathieu Van der Poel eine Panne hat und Van Aert schnell mal wegziehen kann. Dass widerspricht sich natürlich ein wenig.

Am Ende heißt dann wie üblich: Hätte hätte Fahrradkette. Und alle trinken friedlich gemeinsam ein Pilsken. So ist das halt in Belgien.

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