Abgestraft. Froome und Thomas dürfen nicht zur Tour de France.

Geraint Thomas

Wird das nun das klassische Eigentor von Ineos? Der Radsportkonzern stand in der Nachcoronazeit mit dem Rücken an der Wand. Zwei drei andere Teams wie Jumbo Visma oder Bora hansgrohe haben die große oder kleine Geige gespielt. Zuletzt war man bei Ineos völlig erschöpft. Froome und Thomas müssen  schon bei der Dauphinè gewußt haben, dass ihr Team auf die südamerikanische Lösung setzt. Froome stand ja immer auf der Kippe. Jetzt hat es auch Thomas erwischt. Er ist gegen den Giro Sieger Richard Carapaz ausgetauscht worden.

Von Froome ist ja schon bekannt, dass er die Seiten wechseln wird. Geraint Thomas wird nun auch auf dem Markt zu haben sein. Denke ich mal. Carapaz und Bernal sind zwei Jungspunde. Die beiden könnten noch lange Zeit für Erfolge bei Ineos sorgen. Könnten, denn  jetzt ist die Hasenjagd eröffnet und Bernal hat bei der Dauphinè zuletzt auch seine Schwächen aufgezeigt. Die Tour dieses Jahr wird spannend werden. Vielleicht bleibt sie angesichts der steigenden Corona Zahlen die einige große Rundfahrt in diesem Jahr.

Spanien und Froome, das ist doch schon mit großen Unsicherheiten behaftet. So hat man dem scheidenden Altstar wohl die Arschkarte gezeigt. Das nette Dankeschön für die dicken Leistungen im Profi Radsport der vergangenen Jahre.

Ich selber bin nicht davon ausgegangen, dass Ineos diesen Fehler macht. Das Dreigestirn Bernal, Froome und Thomas war der Garant für den Erfolg. Schon bei früheren Rennen haben die beiden letzteren gezeigt, dass sie  sich am Ende für den Gesamterfolg einordnen werden. Vergessen wir nicht, der Erfolg von Bernal kam nur aufgrund der wegen des Unwetters verkürzten Etappe zustande. Beim Cut war Bernal zufällig vorne und kassierte die Zeitgutschrift. Wie das Rennen am Ende ausgesehen hätte, weiß man nicht. Auch der Sieg von Carapaz beim Giro im Italien war eher zufällig.

Jetzt wittert die Meute Höhenluft und Ineos wird bei der Tour keine ruhige Stunde haben. Freuen wir uns also auf eine spannende Ausgabe des größten Radsportspektakels der Welt. Denn das ist es ja nun mal.

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