Dominanz in der Wüste: Jonathan Milan feiert Doppelschlag bei der AlUla Tour

 

Al-Manschiyya, Saudi-Arabien – Jonathan Milan bleibt das Maß der Dinge bei der diesjährigen AlUla Tour. Der italienische Kraftspurt von Lidl-Trek sicherte sich gestern, am 28. Januar, auch den Sieg auf der zweiten Etappe und festigte damit seine Führung in der Gesamtwertung.

Windkanten-Chaos bleibt ohne Folgen

Die 152 Kilometer lange Etappe, die am historischen Bahnhof von Al-Manschiyya startete und endete, war geprägt von den typischen Bedingungen der saudischen Wüste: heimtückische Seitenwinde. Mehrfach versuchten Teams, das Feld auf der Windkante zu sprengen, doch das Peloton hielt dem Druck stand.

Ein später Ausreißversuch von Stefan de Bod und Mathias Bregnhoj rund 20 Kilometer vor dem Ziel sorgte kurzzeitig für Unruhe, wurde aber von der kontrollierten Nacharbeit des Teams Lidl-Trek schnell neutralisiert.

Das Finale: Milan unaufhaltsam

Im abschließenden Massensprint zeigte Milan erneut seine Klasse. Trotz der Bemühungen von Teams wie Bahrain-Victorious und Jayco-AlUla, ihre Sprinter in Position zu bringen, war der Italiener nicht zu schlagen.

Die Top-Platzierungen der 2. Etappe:

  1. Jonathan Milan (Lidl-Trek) – 03:17:59

  2. Daniel Skerl (Bahrain Victorious) – zeitgleich

  3. Pascal Ackermann (Team Jayco AlUla) – zeitgleich

  4. Matteo Moschetti (Pinarello-Q36.5) – zeitgleich

Besonders erfreulich aus deutscher Sicht: Pascal Ackermann zeigte sich nach seinem Teamwechsel zu Jayco-AlUla in starker Form und sprintete auf einen hervorragenden dritten Platz.

Ausblick: Jetzt sind die Kletterer gefragt

Nach zwei Tagen für die endschnellen Männer ändert sich heute das Gesicht der Rundfahrt. Die 3. Etappe führt das Feld zum Bir Jaydah Mountain Wirkah. Mit einem 4,9 Kilometer langen Schlussanstieg (durchschnittlich 6,1 % Steigung) wird es erstmals ein direktes Duell der Klassementfahrer wie Jan Christen (UAE) oder Eddie Dunbar (Q36.5) geben.

 

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