Rund um Köln

Rund Köln heißt das Rennen ja nun schon seit Anbeginn. Ich weiß aber nicht seit wann es sich nur auf das Bergische Land konzentriert. Ich kenne es nicht anders. Im Prinzip fährt man irgendwo  in Köln oder im Bergischen los und landet dann auf der Rheinpromenade. Dabei werden unterschiedliche Schleifen gefahren. Das Finale ist somit flach und es siegt immer ein Sprinter. Entweder aus einer kleinen Gruppe, was die Regel ist oder aus dem Hauptfeld, was auch schon mal vorkommt.

Das Rennen ist eines der traditionsreichsten in Deutschland. Wesentlich älter als die Hamburg Cyclassics, die gar nicht so Klassik sind. Trotzdem hat man nicht die höchste Auszeichnung und so müssen sich die Organisatoren immer wieder bemühen, ein gutes Starterfeld  zusammen zu kriegen. Es gab schon Jahre, etwa nach der Ullrichkrise, da hatte man nur Amateure und Semiprofis am Start. Trotzdem hatte der rührige Artur Tabat, der das Rennen am Leben erhielt, Jan Ullrich vor einigen Jahren als Nachfolger eingeplant. Das wurde aber von den schlechten Schlagzeilen verhindert. Der WDR verweigerte für den Fall die Berichterstattung. Dieses Jahr hat nun Manfred Donnike, der Kölner Antidoping Papst, die Veranstalterrolle von Tabat übernommen. Es geht also weiter.

Die heutige Strecke beginnt am Rande von Köln, macht zahlreiche alte und neue Schleifen im Bergischen und endet nach 206 km wie üblich am Rheinufer.

Mit dabei ist die deutsche Prominenz. Das heißt zunächst die beiden  World Tour Teams Bora hansgrohe und Katusha Alpecin. Der Rest der WT lässt sich nicht blicken. Dafür gibt es zahlreiche Pro Continental Teams. Ich nenne nur die Israel Cycling Academy, die ja sehr aktiv bei vielen Rennen vertreten ist, Roompot Charles und Sport Vlaanderen. Das deutsche, aber  wohl eher holländische Team Sunweb, ist nur mit der Development Mannschaft am Start. Dafür ist Bike Aid dabei. Mit Nikodemus Holler und Lucas Carstensen. Carstensen ist einiges zuzutrauen, falls er mit einer Gruppe auf die Ziel kommt. Die beiden hatten letzte Woche in China Furore gemacht und haben den Jetlag hoffentlich überstanden. Natürlich sind alle anderen deutschen Continental Teams auch am Start. Ich erwähne hier für alle anderen nur das Team Hermann. Mit den Jungs haben wir bei Eschborn Frankfurt mal im selben Hotel gefrühstückt. Allerdings an verschiedenen Tischen. Versteht sich.

Favoriten für den Sieg dürften Sam Bennet von Borahangrohe,  Rick Zabel von Katusha Alpecin und Lucas Carstensen von Bike Aid sein. 

Teamliste >>>>>

Vor den Profis und Semiprofis starten s die Jedermänner und Frauen. Die finanzieren heutzutage so ein Rennen und haben einen Heidenspaß sich über die Berg zu wuchten. Der Schloßberg in Bensberg ist das Nonplusultra der Szene.

Hier der Link zum liveticker von Rund um Köln. >>>>>

 

Eine große Ausreißergruppe zeigt  sich schon am Anfang des Rennens.

 Christoph Pfingsten, Andreas Schillinger (beide Bora-hansgrohe), Nils Politt, Nathan Haas (beide Katusha-Alpecin), Clement Carisey, Benjamin Perry (beide Israel Cycling Academy), Thomas Sprengers (Sport Vlaanderen-Baloise), Aksel Nömmela, Lionel Taminiaux (beide Bruxelles-Wallonie), Leon Heinschke (Sunweb Development Team), Christian Koch (LKT-Team Brandenburg), Daniel Auer (Maloja Pushbikers), Dominik Bauer, Philipp Mamos (beide Dauner D&DQ-Akkon), Jonas Rutsch (Lotto-Kern Haus), Roland Thalmann (Vorarlberg-Santic). Die jungs haben einen Vorsprung von 3 Minuten

Später wird die Gruppe kleiner. Aber Sam Bennet von Bora hansgrohe stößt nach vorne und meldet seine Ansprüche an. Von Rick Zabel und Lucas ist nichts zu sehen. Die Spitzengruppe spaltet sich so gegen 14 Uhr. Es sind nun 7 Fahrer, die das Rennen beherrschen. Mit dabei ist Sam Bennet von Bora Hansgrohe und zu seiner Unterstützung Christoph Pfingsten. Da Nils Politt von Katusha Alpecin auch zu den sieben gehört, werden im Peloton wohl kaum noch Anstrengungen unternommen, um die Gruppe einzuholen.

Auf den letzten 30 km verkleinert sich die Spitzengruppe erneut. Sam Bennet und Nathan Haas werden abgehängt. Kämpfen die Bora`s gegen ihren eigenen Spitzenmann und Vorjahressieger Bennet? Was ist da los? Seit der Nichtteilnahme von Bennet beim Giro gibt es wohl Knaatsch im Team. Die ach so netten Bora hansgrohe Leute schwenken schnell auf die deutsche Fahne um. Letztes Jahr durfte nur ein deutscher Fahrer vom Team bei der Tour mitfahren. Ackermann heißt der neue Sprinterstar.

8 Fahrer werden die Sache unter sich ausmachen. Mit dabei ist der Kölsche Jung Politt von Katusha Alpecin, ansonsten Schillinger und Pfingsten von Bora hansgrohe und Jonas Rutsch vom Team Lotto Kernhaus. Noch sind drei Runden a 6 km in der Domstadt zu fahren.

12 km vor dem Ende führen Pfingsten und Baptiste Planckaert von Wallonie Brussels das Rennen mit 15 Sekunden Vorsprung an. Vor der letzten Runde wächst der Vorsprung auf 40 Sekunden an. Politt wird bei der Nachführarbeit allein gelassen. Wer gewinnt von den beiden an der Spitze?

Pfingsten muss liefern. Tut er aber nicht Pfingsten zieht den Sprint von vorne an, doch der Zweitligist Planckaert zieht an ihm vorbei und gewinnt die diesjährige Ausgabe von Rund um Köln. Der zweite Fahrer vom Team Wallonie Brussels Taminiaux wirde Dritter. Der Tag hat sich für das Team gelohnt. Und bei Bora hansgrohe bleibt allein die Erkenntnis, dass man den eigenen Spitzenmann besser nicht aus den Schuhen fährt, wenn man selber nichts zu kamellen hat.

Ergebnis >>>>>

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