Vuelta a Espana. Supermann macht den Ikarus

Der Absturz kam unerwartet. Supermann Lopez  vom Team Movistar lag zu Beginn der vorletzten Etappe der Vuelta auf Rang 3 und stand damit auf dem Podium. gegenüber den nachfolgenden Konkurrenten hatte genügend Vorsprung. Weit über anderthalb Minuten gegenüber dem Nächsten. Jack Haig vom Team Bahrain Merida. Von seinem Mannschaftkollegen auf platz 2, dem Spanier Enric Mas,  trennten ihn 23 Sekunden.

Das waren keine schlechten Aussichten für den Flug des Condors. Doch dann kam der vorletzte Berg. Mas zog mit einer Gruppe um Yates, Haig und Roglic davon. Supermann Lopez durfte nicht hinterherfahren und musste bei Egan Bernal bleiben. Der schwächelte immer stärker und so verlor die Gruppe schnell 4 Minuten auf die Konkurrenten. Und Supermann konnte dem ganzen nur frustriert zuschauen. Er verlor zunächst seinen Podestplatz und dann die Geduld. Er hörte auf zu Fliegen und stieg vom Rad. sein sportlicher Leiter versuchte ihn wieder zu beleben. Zeitweise hörte man, dass ihm das gelungen wäre. Doch erschienen die Schlagzeilen mit dem Absturz des Ikarus.

Weiter vorne gingen die restlichen Favoriten unbeeindruckt von dem Drama den letzten Anstieg an. Der bislang Führende wurde im Zuge der Streitigkeiten zwei drei Kilometer vor dem Ziel geschlachtet. Dann schaute man sich gegenseitig lange ins Gesicht. das nutzte ein bis dahin gänzlich Unbeteiligter. 

Clement Champousin vom Team AG”R nahm sein Herz in die Hand, fuhr ein Sekunden voraus und  wurde nicht mehr gesehen. Das eigentlich doch. Als er freudenstrahlend ins Visier der Zielkameras geriet und seinen unverhofften Sieg zelebrieren konnte.

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