Vuelta a Espana. Jakobsen ist wieder der Alte.

Greipel

Deceunnick Quickstep hat bekanntlich ein gutes Händchen für Etappensiege. Das heißt natürlich auch, dass die sportliche Leitung ein gutes Händchen bei der Auswahl der Fahrer hat. Oder bei deren Motivation.

Cavendish hat es schon bei der Türkei Rundfahrt und dann natürlich besonders bei der Tour de France. Das man aus einen lahmenden Gaul ordentlich was machen kann. Fabio Jakobsen hat man bei der Deceuninck Quickstep ein Jahr ohne besonderen Stress mit radeln lassen. Jetzt kommt auch hier der Lohn. Der Junge ist wieder zurück und trägt verdientermaßen das grüne Trikot des besten Sprinters. Verdientermaßen, denn auch heute hat er den anderen Fahrern gezeigt, dass er der beste Sprinter im Peloton ist. Schon ein paar Meter vor der Ziellinie konnte er sich aufrichten und seinen Sieg feiern. Alexander Krieger von  Alepecin Fenix war heute auch die Leut. Er startete das Finale für seinen Chef  Sacha Modolo. 

Doch da es sich mal wieder um einen ausgemachten Messisprint handelte, war der gar nicht zu sehen. Zumindest nicht am Hinterrad von Krieger. Statt des klebte dort Jordi Meeus von Bora hansgrohe. Der hatte aber gegen den aus seinem Windschatten startenden Jakobs null Chance und musste sich mit der besten Zuschauerrolle zufrieden geben.

 

Die heutige Etappe der Vuelta a Espana fuhr an der Nordküste Spaniens lang. Die Küste  an der Biskaya ist wunderschön zerklüftet. Alles aus einer Zeit als die Kontinente berge versetzen konnten. Tun heute auch noch. Aber wir schreien jedes Mal auf, wenn das im Kleinen passiert. Die Kleinen durften auch heute sich lange Zeit glücklich schätzen. Die letzten der 6 Ausreißer wurden erst kurz vor dem Ziel eingeholt. Das ist bei der Spanien Rundfahrt dieses Jahr schon etwas ungewöhnliches, denn  6 Mal kamen sie bislang durch.

Bester deutscher Fahrer ist im Moment Ben Zwiehoff von Bora hansgrohe. Der Mountainbiker liegt zwar nur an 61. Stelle, aber immerhin ist das ein schlechtes Zeichnen für die gelernten Straßenprofis. Oder? 

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