September 19, 2021

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Profi Radsport

Roglic macht die Vuelta klar.

3 min read
Lagos de Covandonga

Heut ging es zu den Lagos die Cavadonga. Kennern der Szene verschmelzen die Augen und ein Orgasmus nach dem anderen durchströmt die Körper. Die müssen allerdings nicht durch die verregneten Schluchten fahren. An jeder erwartet man man in den engen Gruften, dass Karl May auftaucht und den Schut durch die Schluchten des Balkan`s treibt.

Ach so berghoch ging es ja auch zweimal wurde der 1000 m hohe La Collada Lomera    überfahren, bevor man sich an den Aufstieg zu den Seen machte, die auch auf einer Höhe von rund 1000 Metern in den Kalkfels gebettet sind. Das Ganze streckte sich über rund 186 Kilometer.

Es war ein unruhiger Tag. Nicht nur weil es ab der Mitte des Rennen unaufhörlich pieselte. Vielmehr gestalteten die Akteure das Rennen ausgesprochen schwierig. Keiner gönnte dem anderen die Pferdefliegen auf den Scheißhaufen am Wegesrand und so kam in der ersten Stunde ein Durchschnitt von über 50 Km/h zustande.  Ich stelle mir das schön bildlich vor. Wie die  sportlichen Leiter geifernd und die Peitsche schwingend in den Auto hinter ihren Pferden nachjagten und einer nach dem anderen dann an einen Herzinfarkt verschied.

Irgendwann wurde es auch tatsächlich ruhiger. Über die erste Bergwertung der ersten Kategorie fuhr dann nämlich ziemlich entspannt. Bis dann dann Egan Bernal von den Ineos Grenadieren die Kanone rausholte. Da musste dann der Slowene Roglic vom Team Jumbo Visma mitziehen. Die beiden machten eine Zeitlang gemeinsame Sache, bis Roglic im Anstieg zu den Covadonga`s  entschied, dass der gleichnamige Verlag besser sein Heldenlied in der Roglic Version herausposaunen sollte.

Egan Bernal sah ein, dass er sich ein wenig übernommen hatte. Der Girosieg musste für diesen Jahr halt genügen. Das forderte seine Verfolgern zum Handel auf und die Gruppe um Enric Mas von Movistar fuhr ihm wieder auf.

Am Ende gewann Roglic mit einem Vorsprung von 1:35 vor den Verfolgern. Team Sepp Kuss hatte netterweise die Konkurrenz ein wenig  heran geführt. Das amerikanische Babyface wird es aber auch noch lernen, wie man Radrennen organisiert.

Roglic führt nun in der Gesamtwertung 2:22 Minuten vor Enric Mas. Odd Christian Eiking vom team EF Language verlor seinen Spitzenplatz und fiel aus den besten. Rund 10 Minuten hat der Wikinger heute einstecken müssen. Felix Großschartner von Bora hansgrohe hatte einen Sturz., konnte sich aber wieder an die Verfolger heranarbeiten. Im letzten Anstieg verließen aber auch die Kräfte. Durch die Schwäche Eikings konnte er sich in der Gesamtwertung sogar um einen Rang verbessern. Er belegt nun den 9. Platz.

Ergebnis <<<<<

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