September 26, 2022

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Vuelta a Espana. Corona schlägt zu.

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Vuelta a Espana

Vuelta a EspanaGestern hat Remco Evenepoel zugeschlagen. Beim Zeitfahren über 30 km konnte ihn keiner schlagen. Da hat er seinen Vorsprung in der Gesamtwertung ausbauen können.

Heut hat wieder Corona zugeschlagen. Schon in Holland fand ich das Verhalten sehr leichtsinnig. Wir wohl die einzigen Akteure, die konsequent die Maske angelassen hatten. Die Holländer denken nicht mehr an Corona und dürften diesen Winter eine böse Überraschung erleben.

Wie Sam Bennett von Bora hansgrohe. Der Topsprinter musste im grünen Trikot mit Covid ausscheiden. Auch bei der Deutschland Tour habe ich mit vielen Journalistenkollegen gesprochen. Die hatten alle diesen Sommer damit zu tun. Wenn mir einer zu nahe rückst geht die Maske hoch. Man muss dabei auch ein wenig Glück haben. Keine Frage. Wenn ich aber grundsätzlich mit 140 über die Landstraße fahre, dann ist das Unglück vorprogrammiert.

Auch heute gab es bei der Vuelta Espana  wieder einige Jungs die in Quarantäne müssen. Insgesamt sind es wohl nun 32 Fahrer. Simon  Yates  und Pavel Sivakov wären da zu nennen. Simon Yates Zwillingsbruder Adam hat ja die Deutschland Tour gewonnen.

Die heutige Etappe führt von El Pozo nach Cabo de Gato. Sicher irgendwo am Meer gelegen. Die Etappe hat eine Länge von 191 Kilometern. Gibt es Berge. Nein, nicht. Aber denken wir an Mailand San Remo und dem Poggio. Solche Dinger gibt es gegen Ende. Die letzten 10 km sind aber flach. So sollten sich die verblieben Sprinter Sorgen über das Ende des Tages machen. Ich schaue mal nach, wer das sein könnte. Viele sind es nicht mehr. Ich rechne mit Mads Pedersen, Tim Merlier und natürlich Pascal Ackermann vom Team UAE.

Es geht immer schön am Meer lang. Das ist blau. Das Land hat dagegen eher eine braune Farbe. Viel Regen fällt auch hier nicht. Übrigens bei uns im Bergischen hat es heute Nacht  zum ersten mal seit Wochen geregnet. Das tat echt gut.  Hätte nicht gedacht, dass ich mich mal über Regen gefreut hätte.

100 Kilometer vor dem Ende haben die drei Ausreißer 2 Minuten Vorsprung. Man genießt die Landschaft und radelt mit 38 km/h an der Küste lang. Wie in alten Zeiten. Die Jungs an der Spitze heißen Jetse Bol, Vojtec Repa und Joan Bou.  Alle drei fahren für spanische Mannschaften.

Die werden sicherlich eingeholt. Zumal es hinter km 98 zu einer Windkante kommt. Noch ist die Nummer entspannt. Aber die Favoriten belauern sich schon. 

Dann kommt die schwere Stunde von Julian Alaphilippe von Quickstep. 64 km vor dem Ende kommt der Weltmeister in eine Kurve zum Sturz und fällt auf die Schulter. Es sieht aus wie ein erneuter Schlüsselbeinbruch. Alaphilippe wird wie schon im Frühjahr bei Lüttich Bastogne Lüttich ins Krankenhaus gefahren. Ein Scheißjahr für den Franzosen.

50 km vor dem Ende sinkt der Vorsprung der Ausreißer unter eine Minute. Jetse Bol vom Team Burgos nimmt das zum Anlass für eine Alleinfahrt. Er will wohl zum zweiten Mal aktivster Fahrer werden. Doch im Peloton besinnt man sich anders. Man denkt wohl, dass es noch viel zu früh ist für die Einholung der Ausreißer. Da legt man die Beine hoch und lässt die Jungs an der Spitze verhungern. Doch zwei spielen nicht mit Bou und Repa flüchten 47 km vor dem Ende in den Windschatten des Pelotons.

Jetse Bol lässt man aber noch eine ganze Weile. 10 Kilometer vor dem Ende ist der Mann aber längst Geschicht. Mads Pedersen von Trek Segafredo holt sich entspannt die 20 Punkte für das grüne Trikot  beim  Zwischensprint. Da hat wohl keiner Interesse angemeldet. Die letzten Kilometer fährt durch die massive  Anreihung der Gewächshäuser. Man ist  nicht mehr in Holland. Doch auch hier werden die Tomatenpflanzen vergewaltigt.

Auf den letzten 4 Kilometern wird es richtig schnell so an die 57 km/h. Es geht am Strand lang. Zwei Strandbesucher konnte sich sogar aufraffen und schafften die drei Meter an den Straßenrand.  John Degenkolb wetzt als erstes die Messer  Molano von UAE versucht es 200 m vor dem Ziel in seinem Windschatten. Er fährt an Dege vorbei. Auf den letzten 20 Metern geht ihm allerdings die Luft aus. Der Sprint wurde von Bike EX eigentlich ganz gut vorbereitet, endet dann im heutzutage üblichen Messichaos. Trotzdem gewinnt ein Mann von Bike Exchange. Der Aussi Kaden Groves holt sich seinen ersten World Tour Sieg.

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