Trofeo Calvio

Trofeo CalvioJetzt geht es aber zügig los. Von wegen Winterzeit  Ruhezeit. Auf drei Kontinenten starteten gestern drei Rennen. In Europa war es die Trofeo Calvia. Der Einstieg in die Mallorca Challenge. Die großen Teams kommen langsam wieder in Fahrt. Man rollt sich  für die Frühjahrsklassiker ein. Wo man in den vergangenen Jahrzehnten nur einmal müde aus dem Fenster geschaut,  die Schneehöhe bewundert und sich dann wieder beruhigt ins Bett gelegt hatte, ist die Situation heute anders.

Die Jungs werden durchgängig bezahlt und dürfen auch durchgängig arbeiten. Zwar ist die Kohle der meisten Jungs eher etwas mickrig. Wenn man sie mit den Fußballern in Europa oder den Basketballern in Amerika vergleicht, aber Schönheit schützt vor Arbeit nicht. Leider.

Zudem haben die Veranstalter in aller Welt ihre eigenen kommerziellen Interessen. Zwar heißt es bei denen auch oft. Tut mir leid, wir können das Rennen nicht stemmen. Die Sponsoren sind weggelaufen. Corona oder sonstwas. Aber es stehen genügend Ersatzleute Schlange, und weggegangen ist Platz vergangenen.

So ist der nun auch der Terminplan für die Radsportprofis im Januar schon prall gefüllt. Viele freuen sich ja auch die Rennen. Man kann sich irgendwo im Süden auf die Saison vorbereiten. So zum Beispiel bei der Trofeo Calvia auf Malle.

Der Ballermann ist noch nicht ganz so gefüllt und die Partypeople sitzen auch noch nicht in den Sangriatöpfen oder tanzen darum herum. Da kann die Insel zeigen, dass man doch noch ganz andere Qualitäten hat. Man kann zum Beispiel von Palmanova nach Palmanova fahren. Immerhin kommt man da auf gut 150 Kilometer und einige Hügel sind auch dabei. Gut, die meisten Rennfahrer strecken die Beine hoch und radeln etwas durch die Gegend. Aber einige sagen sich, wenn nicht jetzt wann dann und hauen auf die Pauke. So kommt es schnell mal zu Abständen, die mensch sonst eher nicht so sieht. Auf den flacheren Etappen jedenfalls. Bei den Klassikern schmeißen die Jungs in solchen Fällen gleich das Handtuch. Aber hier wird fleißig wieder zurück an Ziel geradelt. 

Gut, ich will es nicht verscheigen. 40 Jungs sind mal direkt wieder ins Hotel geradelt. Aber immerhin haben die 100 anderern sich den Spaß nicht nehmen lassen. Auch wenn ein Großteil der Boys mit weit über 10 Minuten auf der Backe ins Ziel kamen.

Zwei Fahrer wollten es aber wissen. Pascal Eenkhoorn von Lotto Dstny und Ben Healy von EF Education. Die beiden wurden aber dann doch eingeholt, denn Rui Costa vom Team Intermarche Gobert hatte die besseren Absichten für den Tag und setzte die auch um. Ben Healy wurde immerhin noch Dritter und Pascal Eenkhoorn musste sich mit dem  11. Rang zufrieden geben. Vor ihm erreicht noch der deutsche Fahrer vom Team Bora hansgrohe, Ben Zwiehoff, das Ziel.

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