Tour of the Alps . Etappe 1

Fünf Tage geht es über die Alpen. Die Etappe sind nicht ganz so lang, haben dafür aber Charakter. Und Charakter heißt in den Alpen Bergsteígen. Sicherlich ist die Angelegenheit nur was für Leute die auf du und du mit den Gemsen stehen. Außerdem nutzt eine gewisse Klientel die Rundfahrt zur Vorbereitung für die Anstrengungen einer noch größeren Schleife. Der Giro d’Italia steht vor der Tür und man will ihn sicher nicht mit nacktem Arsch begrüßen.

Bei der Tour of The Alps ist es wie bei der Kreuzberger Nächten. Erst fangt sie ganz langsam an. So führte die die erste Etappe von Rattenberg nach  Alpbach. Sie hatte nur eine Länge von 127 Kilometern. Zu Beginn war es schön nett flach. Erst gegen Ende kamen die Berge etwas gehäufter. Dazu gab es einen schönen Schlussanstieg. Wir befinden uns allerdings noch in einem Terrain, welches die Flachlandtiroler noch nicht als alpin bezeichnen würden. 1300 Meter über dem Meeresspiegel, das ist selbst der Schwarzwald noch überlegen.

Trotzdem ließen sich Favoriten nicht lumpen. Wer weiß, was man an der relativen kurzen Mauer von Huy für Abstände erzielen kann, für den ist die Mauer von Alpbach sich eine eine Freude. Schließlich reden wir von von 300 Höhenmeter. Der letzte Kilometer soll sogar 9 Prozent haben.

Da wundert es nicht, dass wir Tao Geoghegan Hart am Ende an der Spitze sehen. Ich habe immer noch Schwierigkeiten den Namen auszusprechen. Ich meine, ohne die Zunge abzubrechen. Auch beim Schreiben schaue ich meistens lieber noch einmal in die Ergebnisliste. Kann der Mann nicht einfach Hart heißen? Hart ist nämlich schon. Wir reden schließlich von einem Giro Sieger. Das wird sicher dieses Jahr eine Kämpfchen mit Roglic.

Der ist bei der Tour of the Alps aber nicht dabei. Dafür aber Aleksandr Vlasov von Bora hansgrohe. Der Mann mit der weißen Fahne fährt auch den Giro in Italien. Bei der Tour of the Alps hat er schon einmal auf gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist. Hier bei der Alpenrundfahrt. Bei den dreiwöchigen Dingern schwächelt er aber in der Regel des Öfteren. Lassen wir uns überraschen.

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