Amstel Gold Race. Pogacar!
Das war mal wieder ein Sieg mit Ansage. Die Kollegen haben deshalb gleich ihre Karten mit dem Rücken auf den Pokertisch gelegt. Wenn die Kobra keift heißt es den Schwanz ein zuklemmen. Wer will schom wie ein Idiot drstehen.
Über 250 Kilometer ging es heute durch die Provinzie Limburg. Die in Holland. Rund 3000 Höhenmeter standen auf dem Programm. Da musste man schon manche Heuvels doppelt und dreifach nehmen.
Amstel Gold Race 2023 🇳🇱 men's race! The race that usually has some amazing drama, recently involving the photo finishes, but a camera update should rule that out.🧵 below is race profile and startlist #AmstelGoldRace pic.twitter.com/T9PSSaduSK
— Tim Bonville-Ginn (@TimBonvilleGinn) April 15, 2023
Das Vorprogram waren nicht nur die Mädels. Die kamen heute auch auf dieser Strecke zum Einsatz. Allerdings ein wenig verkürzt. Das Hauptvorprogram machten dann ein paar Männer aus dem Peloton. Ab Kilometer 80 vor dem Ziel wurde deren Show aber abrupt beendet. Dann trat eine Gruppe von scheinbar 3 Favoriten auf. Die Jungs spielten die Dreigroschenoper. Nach dem der letzten Groschen gefallen war verschwand ein Großteil von ihnen wieder von der Bühne. Es blieben für kurze Zeit drei im Alleingang übrig. Pogacar., Healy und Pidcock.
30 km vor dem Ende entschied sich Pogacar aber für die one man show. Er nutzte einen der zahlreichen Anstiege und fuhr auf und davon. Nach der vorletzten Zieldurchfahrt setzte sich auch noch Ben Healy von EF Education ab. So sah man dann rund 12 Kilometer die Story von drei Herren in keinem Boot. Pogacar konntee sich über eine leichte zeitweise Unterstützung des Renndirektors freuen. So ein Directorscut kann auch einen Film verkürrzen. Man lernt ja nie aus.
After robbing Pidcock (2021), Cosneyfroy (2022) and Healy (2023) from a victory, is it time for criminal charges against the #AGR organization? 🤪#AGR#AGR23 #AmstelGoldRace2023 #AmstelGoldRace #whyareweusingsomanydifferenttags pic.twitter.com/EcQ2koSrRR
— Martin Hoekstra (Cycling Predictions) (@NostraHoekstra) April 16, 2023
Ben Healy erschien dann abgegeschlagen als Zweiter auf den Brettern dieser Welt, die heute einmal Berg en Terblijt oder so heißen. Pidcock hatte es mit seinem dritten Platz schwerer. Aber da sich Lutsenko und Eenkhoorn sich nicht ganz einig waren, schaffte er es knapp nach Buffalo.
Dahinter trödelten im reichlichen Abastand in vereinzelten Gruppen die anderen Akteure ein. Manche meinten, sie müssten sich vor dem Publikum verbeugen und versuchten einen Zielsprint zu verbulletten. Andere dafür waren erstaunt, wie man sich derart zum Affen machen kann. Na denn, Prost!
Ergebnis <<<<<
TADEJ POGACAR REMPORTE L'AMSTEL GOLD RACE 2023 ! Ultra-favori au départ, le Slovène a tenu son rang en attaquant à plus de 75 kilomètres de l'arrivée et en s'isolant à 27 kilomètres. Derrière, Ben Healy accroche une très belle deuxième place devant Tom Pidcock. #AGR23 pic.twitter.com/GdbkPQ8wJq
— Le Gruppetto (@LeGruppetto) April 16, 2023
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![]() | Tour de France 2026. Barcelona leuchtet gelb. Gestern Abend, am Donnerstag, dem 2. Juli 2026, hat die Tour de France ihre 113. Ausgabe offiziell eröffnet. Zwei Tage vor dem Start wurden die 23 Teams mit ihren 184 Fahrern in Barcelona vorgestellt – nicht in einer Halle, sondern auf offener Straße, mit der Sagrada Família als Kulisse. Die Zeremonie begann gegen 18:30 Uhr und folgte einem für Barcelona typischen Drehbuch: Die Mannschaften rollten im Schritttempo vom modernistischen Hospital de Sant Pau los, fuhren die komplett gesperrte Avinguda Gaudí hinunter und wurden direkt vor den Türmen Gaudís einzeln auf die Bühne gerufen. Die Stadt hatte den Korridor bewusst gewählt, um aus einem protokollarischen Akt ein kulturelles Weltereignis zu machen. Zehntausende säumten die Strecke. Sportstadtrat David Escudé, einer der Architekten des Grand Départ, sagte im Vorfeld, Barcelona habe seit den Olympischen Spielen 1992 nichts Vergleichbares mehr erlebt. Nur drei Wochen nach dem Besuch von Papst Leo XIV. stand die Sagrada Família damit erneut im Zentrum eines globalen Medienmoments – diesmal mit Rennrädern statt Messgewändern. Wer stand auf der Bühne Der Titelverteidiger kam zum Schluss. Traditionell schließt das Team des Vorjahressiegers die Parade. Kurz vor 20 Uhr rollte das UAE Team Emirates von Tadej Pogačar als letztes vor die Basilika. Der Slowene jagt in diesem Jahr seinen fünften Toursieg und damit den Anschluss an die ewigen Rekordhalter Merckx, Hinault, Anquetil und Indurain. Direkt davor: Jonas Vingegaard mit Visma–Lease a Bike, der nach starkem Frühjahr den nächsten Anlauf nimmt, und Frankreichs großes Talent Paul Seixas, dem viele bereits die Rolle des dritten Favoriten zuschreiben. Besonders laut wurde es für Caja Rural. Das spanische ProTeam erhielt eine der Wildcards und startet erstmals seit über zehn Jahren wieder bei der Tour – als zweites spanisches Team neben Movistar. Mit den Katalanen Abel Balderstone und Joel Nicolau hatte es gleich zwei Lokalmatadoren im Aufgebot. Insgesamt wurden alle 23 Mannschaften vorgestellt – die 18 WorldTeams plus Tudor, Q36.5, Cofidis, TotalEnergies und Caja Rural. Während die Fahrer auf der Rampe posierten, sprachen die Kapitäne parallel im Auditorium von Sant Pau mit der internationalen Presse, ein neues Format, um den engen Zeitplan zu entzerren. Warum Barcelona Es ist erst das dritte Mal, dass die Tour in Spanien startet – nach San Sebastián 1992 und Bilbao 2023 – und das erste Mal in Barcelona. Die Stadt hat bereits 1957, 1965 und 2009 Etappen beherbergt, doch ein Grand Départ ist eine andere Dimension. Tour-Direktor Christian Prudhomme sprach von einer Herzenswahl, Bürgermeister Jaume Collboni von einem neuen Kapitel für eine Stadt, die schon Fußball-WM, Olympia und America’s Cup gesehen hat. Wie geht es weiter Schon am Samstag, 4. Juli, fällt der erste sportliche Startschuss: ein Mannschaftszeitfahren über 19,7 Kilometer, das am Forum beginnt, an der Sagrada Família vorbeiführt und nach zwei Anstiegen zum Olympiastadion auf dem Montjuïc endet. Anders als früher gibt es keine einheitliche Teamzeit – jeder Fahrer bekommt seine individuelle Zeit für das Gesamtklassement. Am Sonntag folgt die zweite Etappe von Tarragona zurück nach Barcelona, am Montag verlässt der Tross Katalonien in Granollers Richtung Pyrenäen. Gestern ging es aber noch nicht um Sekunden. Es ging um Bilder: 184 Fahrer im Abendlicht, die Basilika im Rücken, eine Stadt, die sich selbst als Welthauptstadt des Sports inszeniert. Barcelona hat die Teampräsentation nicht einfach abgehalten – es hat sie zu einer Prozession gemacht. Und damit den Ton gesetzt für eine Tour, die schon vor dem ersten Pedaltritt historisch wirkt. https://www.facebook.com/share/v/1BJRJZbKEJ/ |
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