Dezember 1, 2022

Radsport Journal Tourmann

Profi Radsport

Tour of Iran. Mal ganz was anderes.

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Tour of Iran

Tour of IranKann man denn im Iran Radrennen fahren? Man kann. Und sogar mit internationaler Beteiligung. Sogar ein deutsches Team ist am Start. Mit dabei sind auch zwei deutsche Fahrer. Ich rede von Lucas Carstensen und Matthias Schnapka. Damit ist auch klaro, dass hier mal wieder die Weltenbummler von Bike Aid mit von der Partie sind. Die Jungs von diesem Team kommen ganz schön rum. Sie fahren oft da, wo andere deutsche Profis mal gerne fahren würden, aber nicht dürfen. Einfach, weil die Länder nicht auf der Liste ihrer Werbepartner stehen. Wir reden hier also vom Radsport pur, vom Radfahren um des Radfahren willens.

Natürlich gibt es in den meisten dieser Länder nicht die ganz hohen Ansprüche an Perfektion wie in Europa. Aber man muss nur mal nach Nordamerika fahren, um von diesen hohen Standards runter zu kommen. Da darf man auch von den kleinen Radsportnationen nicht zuviel erwarten. Immerhin soll ja in Ruanda mal die Weltmeisterschaft ausgetragen werden.

Im Iran gibt es 5 Etappen. Die sind insgesamt wohl länger als die der Deutschland Tour. Das Rennen heißt offiziell Tour of Iran Aserbaidschan. Das hat mich auch ein bisschen verwirrt. Aber es scheint wohl so, dass es auch im Iran eine Provinz Aserbaidschan gibt. Dort wird das Rennen ausgetragen.

Betuchtere werden die Gegend kennen. Wenn sie auf ihren Teppich schauen und ich ihnen sage, dass der heutige Startort der ersten Etappe Täbriz war. Aha, werden sie sagen, da wo mein Teppich her kommt. Irgendwo in Persien.

Nun, geflogen sind die Jungs allerhöchstens dahin. Ansonsten mussten sie die Etappe von Täbris nach Urmia mit dem Rad zurücklegen. 153 Kilometer sind es. Man kann hier schon von der Fahrt in der Sonne reden. Die Temperaturen sind aber nicht arabisch. Man redet von 25 Grad. Das ist auch für die Europäer machbar. Und so wundert es nicht, dass ein gewisser Gianni Marchand vom Team Tartoletto- Isorex gewann. Obwohl der Name nach Italien klingt kommt das Team aus Belgien. Desgleichen alle Fahrer die hier im Rennen involviert sind. Insgesamt gibt es neben Belgiern nur einen Norweger im Team. Der ist aber hier nicht dabei.

Der Name Marchand  kommt uns ja bekannt vor. Er soll aber nicht verwandt sein mit dem Hundertjährigen, der aus dem Fenster sprang und dann mit dem Fahrrad die Weltrekorde seiner Alterklassen auf der Bahn  knackte. Gianni Marchand gewann aus einer kleinen Gruppe von vier Fahrern. Es soll sein erster Profisieg gewesen sein. Mit 32 Jahren. Mit dabei war auch der Eriträer Dawit Yamane vom Team Bike Aid. Der ist auch Zweiter in der Bergwertung.

Wir werden sicherlich noch des öfteren von dieser Rundfahrt berichten. Da gibt es ja sonst nicht so viele Pressmeldungen. Vergessen wir aber trotzdem nicht, dass eine Rundfahrt der Mädels in diesem Land eher unwahrscheinlich ist. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

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