Oktober 6, 2022

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Tour de Romandie. Immer im Kreis herum.

5 min read

Die Etappen zwei und drei der Tour de Romandie bewegen sich auf engen Raum. Die Start und Zielorte sind identisch. Das ist gut für alle. Für alle. Nein, nicht für uns. Denn gestern hatten wir die Arschkarte gezogen. Was den Parkplatz anbelangt. Nach dem Fotos an der Strecke wollten wir gemütlich in den Zielort fahren. Dort fanden wir direkt einen Parkplatz. Den haben wir aber aufgegeben, weil wir zu einem Presseparkplatz wollte. Da war aber kein Platz mehr. Und  an den freien Plätzen stand die Androhung einer Buße von 2000 Fränkli. Wir wollten da nicht fürs Falschparken gebüßt werden.

So kamen wir noch zu einem Fototermin an der Strecke. In einer schöne 180 Grad Kurve. Da müssen die Jungs auch in der Abfahrt langsam fahren. Das ist gut für die Schärfe.

So sahen wir dann kurz vor dem Ende der Etappe Team Ineos für die Ethan Hayter Tempo machen. Der hatte nach seinen gestrigen Sturz und den Verlust der Rundfahrt noch eine Rechnung offen. Die machte er zu. Er gewann die Etappe im Sprint vor so Typen wie Gaviria. Der hat echt allerhand drauf.

Heute geht es Stück weiter. Ich denke,  Valbraye und Echallons liegen nur 20 km von einander entfernt. Wenn überhaupt. 

Heute haben wir mal die gesamte Startprozedur von Valbraye fotografiert. Ich werde mich mal endlich entschließen und ein Video darüber drehen. Man doch rund 1000 Fotos und viele landen davon einfach nur im Archief. 10 Jahre später schaut man sich dann wunderschöne historische Bilder an. Falls der Speicher es überlebt hat. Ich habe diverse nicht mehr funzende Festplatten. Schätze sind das. Schätze ich.

Nach der Präsentation werden die Jungs direkt ins Rennen geschickt. Bora hansgrohe hatte kam als vorletzte Mannschaft auf die Bühne und hat die Leute etwas warten lassen. Besonders den Teamkollegen Großschartner. Der war nämlich pünktlich.

Das Rennen wird in einigen Schleifen rund um den Ort ausgetrage. Es gibt sicher einen Punkt wo alle drei ersten Etappen mal vorbeikommen. Wenn man einen Camper hat und Urlaub, wäre das der Punkt. Bei der Tour de France kann man von so was nur träumen.

Die Etappe hat eine Länge von 165 Kilometern und reichlich Steigungen. Die sind aber für die Sprinter nicht unüberwindlich. Wie man bislang gesehen hat. Heute hat es wieder 3000 Höhenmeter und die höchste Erhebung erhebt sich  770 Meter über den Meeresspiegel. Ich meine nicht den Seespiegel vom Lac Neufchatel. Ingesamt gesehen, reiht sich ein Zacken an den nächsten. Flache Stücke sind extreme Mangelware. Der Zielort wird zwischendurch auch mal angefahren. Ich habe bei den vielen Kreiseln Mühe dem Kurs zu verfolgen. Sorry.

Nach vierzig Kilometern befinden sich drei Fahrer an der Spitze des Rennens. Remy Cavagna von Quickstep, Kris Neilands von Israel Premier Tech und Nans Peters von AG2R. Die drei haben einen Vorsprung von 2:40 Minuten. Die Schweizer Jungs haben sich wohl verausgabt und spekulieren auf dem morgigen Tag im Rhonetal. Das ist auch gut so. Man soll die Kiddies nicht überfordern.

 

80 Kilometer nach dem Start und 85 km vor dem Ende sind die glorreichen drei immer noch einsam an der Spitze. Wenn man mal von den Begleitwagen und Motorrädern absieht. Ihr Vorsprung ist auf über 4 Minuten gewachsen. Aber viele Berge und Anstiege kommen noch. Da müssen wir mal abwarten. Bliebe die Situation so wie ist, dann führe  Krists Neilands morgen im grünen Käsetrikot. Aber das wird wohl so nicht angehen.

Warum Käsetrikot? Die Rundfahrt steht dieses Jahr ganz unter der Fuchtel vom Käsehersteller Marechal. Der Start heute war direkt vor den Fabriktoren. Im Pressesaal gab es davon reichlich zu verkosten. Ich muss sagen, der schmeckt gar nicht so schlecht. Aber ich bin da wirklich kein Gourmet. Ich nehme in der Regel den Käse aus dem Regal, den der am günstigsten ist. Hauptsache er schmeckt. Da herrscht das Prinzip leckel oder nicht leckel vor. Wenn der Käse billig ist und nach Plastik schmeckt, esse ich ihn auch nicht. Aber den Marechal man essen. Ist ja auch für lau.

Viel witziger fand ich, dass in unseren heutigen Pressebeutel ein Kilo Mehl war. Das Mehl hier in Vallbroye ist wohl auch ein ganz besonderes. Da es in Deutschland zur Zeit wie Gold gehandelt wird , bringen wir mal zwei Barren mit. Wer tauscht Mehl gegen Klopapier? Der Höchstbietende gewinnt.

Chris  Froome ist auch mit dabei. Und Max Schachmann auch. Aber die beiden spielen keine große Rolle. Froomy rollt nur mit. Schachmann hat auf der ersten Etappe viel Zeit verloren. Der deutsche Meister ist nur noch Assistent und hat im Moment, d.h. vor der heutigen Etappe einen Rückstand von 4:48 auf den Leader.

60 Kilometer vor dem ziel wird der Vorsprung der Ausreißer zügig runtergefahren. In der Pflicht steht nun das Team Jumbo Visma und ihr Leader Dennis Rohan. 50 Kilometer vor dem Ende ist man bei  2:35 angelangt.

An der Spitze machen sich die drei aber immer noch Hoffnungen. Die werden sich nicht ergeben. Müssen sie aber.  Das Feld jagt trotz der Berge geschlossen hinter ihnen her. Das wundert mich schon, dass da alle mithalten können und den Jungs vorne trotzdem immer näher kommen. 30 km vor dem Ende sind es nur 1:30 Minuten. Das wird sauber zum Ende gebracht.  Krists Neiland ist jedenfalls nicht mehr der virtuelle Leader Rundfahrt und wird es auch nicht mehr werden. Am Ende des Tages wird es eine anstrengende  Trainingsfahrt mit Präsident gewesen sein. Die Leitung des Rennens war immer in der Nähe.

3 km später ist man unter die ein Minuten Marke gerutscht. Die Begleitwagen werden herraus gewunken. Jetzt hilft auch kein beten mehr. Jeder Anstieg wird zur Qual. Obwohl die Jungs sich gut verkaufen.

2o Kilometer vor dem Ziel werden sie eingeholt. Danach wird es gemischt. Ich dann zur Ziellinie gegangen, um einmal mal wieder ein ziemlich sinnloses Foto zu machen. Sinnlos, weil mal allerhöchstens ein fifty fifty Chance den Jungen zu erwischen. Das Feld kommt dann auch ziemlich zersplittert an. Man denkt nicht, dass die so brutal fahren können. Eines der Opfer war Fernando Gaviria, der seinen Sprint mal wieder abschreiben konnte. Gewonnen hat auf der leicht abschüssigen Piste dann Patrick Bevin von Israel Premier Tech. vor Ethan Hayter. Rohan Dennis bleibt der Leader der Rundfahrt.

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