Dezember 4, 2022

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Tour de France. Knüppelhart nach Huez.

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Tour de France

Tour de FranceBevor der Sieger in Alp d`Huez jubeln darf wird  er einige Kalorien verbrauchen. Es geht von Briancon zurück über den Galibier und den Col die Croix der Fer zur berühmten Alpe. Der Berg der Holländer ist mittlerweile in internationaler Hand. Die Oranges haben nur noch eine dicke Kurve für sich. 

Ich bin ja kein Freund von Klischees. Aber schon seit Langem hat hier kein Holländer mehr geglänzt. Deshalb wird in den Medien immer ein wenig gesponnen. Schauen wir uns an, was heute passiert.

Die Etappe ist länger als gestern aber trotzdem kurz. Nur 168 Kilometer. Wer es kürzer haben wird, kann vom col de Lautaret direkt nach Bourg d*Oisans fahren. Das liegt am Fuße des Anstiegs nach Huez. Mit dem Auto kommt man sicher nicht mehr da hoch. Nach Alp d`Huez.  Zu Fuß oder mit dem Rad aber schon. Wenn man gute Beine hat.

Unten hat man aber auf der Leinwand der Vip`s auch eine gute Aussicht, Die Stimmung am Kreisel ist allerdings nicht so verrückt wie nachher am Berg. Da, wo die angesoffenen Fans stehen. Wer`s mag. Zudem ist in Frankreich heute Nationalfeiertag. Da wird es sicher nicht trocken zugehen. Wir haben dann auch ein langes Wochenende. Da wird viel Volk unterwegs sein.

Ich bin mal gespannt, welche Strategie sich Simon Geschke für den Tag zurecht gelegt hat. Ihm blebt wohl nichts anderes übrig, als in einer Gruppe mit zu fahren. Der nächste Fahrer hinter ihm ist Pierre Latour mit 35 Punkten. Da könnte sich noch was ergeben.

Anthony Perez vom Team Cofidis greift die ersten 20 Punkte am Galibier ab. Zunächst wird Simon Geschke danbar sein. Aber morgen auch noch? Chris Froome versucht es kurz vor dem Gipfel. Er  fäahrt aus dem Pelotn raus. Will der heute gewinnen? Dann beginnt Tom Pidcock seine Jagd. Er stocht den Galibier runter, holt Froome ein und schließlich die Führungsgruppe. Mit Froome im Schlepptau findet sich dann in der kurzen Ebene eine starke Gruppe. Die auch zusammenarbeitet.

Das Peloton hat einen Rückstand von über 6 Minuten. Noch kommen 2 Anstiege der Kategorie HC und 82 Kilometer.

Ein paar Kilometer, so an die 5, fängt Jumbo Visma zu arbeiten. Das Team ist der dominante Teil des Pelotons. Sie zeigen sich oft in best möglicher Mannschaftsstärke und schüchtern die anderen Fahrer soein wenig ein. Früher sah man das bei Sky oder Ineos. Und in den vergangenen Zeiten bei den Jungs von Lance Armstrong. Die anderen Jungs platzen nur weg. Lennard Kämna von Bora hansgrohe versteht nun, dass man nicht zwei große Touren hintereinander auf vollen Niveau fahren kann. 

Man verübelt es mir manchmal, das ich die Strategie des Teams kritisiere. Aber wenn man bei dem größten Rennen in der Welt mitspielen will, dann muss man anders vorgehen. Vielleicht ist Aleksandr Vlasov ja wirklich duch seine Coronaerkrankung in seinen Möglichkeiten eingeschränkt. Ich halte das für sehr wahrscheinlich. Trotzdem hat man wieder der sprichwörtliche Hühnerstall agiert. Jumbo Visma ist das andere gute Gegenbeispiel. Ob der Einzelkämpfer Pogacar es alleine schaffen kann? Man wird sehen. Wir sind jetzt gerade bei der Hälfte der Tour und es kann noch viel passieren.

Das Trikot von Simon Geschke ist in Gefahr. Anthony Perez, sein Teamkollege, hat im Anstieg zum Col de Fer stecken lassen müssen. Gulio Ciccone vom Team Trek Segafredo holt sich die 20 Punkte und hat nun 35 insgesamt. Jetzt kann Geschke nur hoffen, dass Wout Van Aert für Vingegaard das Tempo hochhält und die Gruppe noch einholt.

In Alp d`Huez ist wieder Betrieb. Die Betrunkenen säumen die Straße recht zahlreich. Holländer hat man aber nicht gezeigt. Der Berg besoffenen Fans ist international geworden. Ich weiß nicht, was das für ein Mythos sein soll. Der von Johnny Walker? Gut da wird immer die dGeschichte von Greg Lemond und Bernard Hinault hervorgekrahmt. Aber langt das zur Begründung für ein tagelanges Besäufnis. Ich glaube nicht.

Die fünfköpfige Gruppe mit Chris Froome geht mit 6 Minuten Vorsprung in den letzten Berg. Wie wird Froome diesmal empfangen. Er hat echt was vor. Aber die beetrunkenen Fans werden ihm Angst machen. Vielleicht erhöht das ja seine Geschwindigkeit. Good Luck Chris.

Die anderen sind Ciccone, Pidcock, Meintjes und Powless. Ciccone könnte Simon Geschke das Bergtrikot abnehmen. Nelson Powless von EF Education fällt als erster zurück. Hinten im Peloton sorgt Wout Van Aert für die Pace. An der Spitze startet Tom Pidcock von den Ineos Grenadieren seinen Angriff. 10,5 Kilomter sind noch zu fahren. Louis Meintjes hält noch die lange Leine und Froome fahrt seinen Stiefel. Sieben Sekunden Rückstand hat er.

Im unteren teil sind nicht mehr so viele Zuschauer wie früher. Man ist  weiter den Berg hoch gegangen- Außerdem ist die Zahl der Wohnmobile ein wenig eingeschränkt worden. Das waren früher mehr. 8 km vor dem Ende hat Wout Van Aert seinen Job gemacht. Er geht auf die Seite und fällt erschöpft in sich zusammen. Trotzdem muss er noch den Berg hochfahren.

Im Peloton geht es zur Sache. Jumbo Visma treibt die Kerle den Berg hoch. Roglic ist der Anführer. Nairo Quintana verliert den Anschluss-Auch Gaudu kann nicht mehr mithalten. Das kann noch für Simon Geschke ausgehen. Es wird spannend. Froome wird sicher nicht gewinnen. Er liegt nun eine Minute hinter  Landsmann Pidcock. Romain Bardet schwächelt. Pogacar wird wohl heute zumindest auf Platz zwei kommen. Aber man weiß, das der Angriff erst hinter der drei Kilometermarke erfolgen wird.

Dann greift Pogacar an. Nur Vingegaard kann folgen. Noch vier Kilometer für die beiden. Es wird ruhiger. Geraint Thomas kommt zurück. War es zu früh? Auch andere folgen wieder den beiden Größen an den Hacken.  Wir sind noch nicht bei den 3 Kilometern.

Dann kommt der zweite Angriff von Poagcar. Auch der misslingt. Vingegaard bleibt dran.  An der 2 Kilomtermarke ist Thomas auch wieder da. Kollege Pidcock holt sich die Kurve in Alp d`Huez. Froome wird Dritter. Ist das ein  Comeback! 

Zum Schluss die gute Nachricht. Simon Geschke vom Team Cofidis hat auch heute sein Bergtrikot verteidigt.

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