Dezember 4, 2022

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Tour de France. Galibier hin und zurück.

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Tour de France

Tour de FranceGleich zweimal geht es bei der diesjährigen Tour de France über den Galibier. Heute auf dem Weg Richtung Col de Glanon und dann morgen wieder. Dafahren die Jungs dann retour von Briancon über den Galibier nach Alp d´Huez. Gleichzeit werden nun ordentlich Punkte gemacht. Maximal kann ein Fahrer 55 Punkte gewinnen. Für den Galibier und den Glanon, Beide Kategorie HC, gibt es jeweils 20 Punkte.

Simon Geschke, der Führende in der Bergwergwertung, muss sich sputen, damit er morgen auch noch das gelbe Trikot tragen kann. Wer nicht in einer Ausreißergruppe mitfahren kann oder darf, wird das Nachsehen haben.

Reden wir doch einmal von den Dimensionen der der diesjährigen Tour.  3350 Km sind es dieses Jahr. Wir sehen 6 Flachetappen, 6 Bergetappen und 7 hügelige. Dazu kommen zwei Zeitfahren. 176 Fahrer standen zu beginn der Tour am Start. Dazu 450 Organisatoren. Die Zahl der Ordner geht in den nicht bezifferbaren Bereich. Die restlichen Fakten finden sie hier. <<<<<

Vergessen wie nicht die Jungs und Mädels von der Werbekarawane. Die haben jeden tag den gleichen Weg und müssen dabei auch noch ordentlich rumhampeln. Das ist fast genauso anstrengend wie die Sache mit dem Fahrrad. 

Tour de FranceDas deutsche Team Bora hansgrohe arbeitet sich während dieser Tour immer weiter nach  vorn vor. Der zweite Platz in der Gesamtwertung von Lennard Kämna bedeutet, dass der Teamwagen von Bora hansgrohe nun direkt hinter dem Wagen von Uae fahren kann. Das bedeutet im Falle einer Panne sofort wertvolle Hilfe. Ausserdem brauchen die Wasserholer nichts so weite Strecken zurücklegen.  Daneben hat die Alleinfahrt von Kämna Bora hansgrohe in der Gesamtwertung der Teams auf den dritten Platz gespült. Das ´bringt natürlich auch ein wenig mehr Kohle in die Teamkasse.

Wout Van Aert und Mathieu Van der Poel machen sich gleich nach dem Start auf. Sie kämpfen um die Zwischensprintwertung. Die kommt komm heute ziemlich früh. Im Flachen, noch bevor die Berge kommen. Van Aert holt sich den Sprint.

Hinter den beiden hat sich zwischenzeitlich eine 6 köpfige Gruppe gebildet. Die sechs Fahrer werden aber schnell wieder gestellt.

Gut für Simon Geschke. Die sechs können so die nicht Punkte für die Bergwertungen abgreifen. Das Van der Poel oder Van Aert allein über die Berge kommen, glaubt so recht niemand. Aber hat Van Aert nicht schon mal auf dem Mont Ventoux gewonnen? Zumindest haben sie einen Vorsprung von 39 Sekunden vor dem Peloton. 12 Sekunden dahinten liegt Mattia Cattaneo vom Team Quickstep. Dann gibt es wieder eine Gruppe. Die Jungs holen Van der Poel und Van Aert ein.

Mit dabei ist diesmal Simon Geschke von Cofidis. Und zwei Männer von Bora hansgrohe. Ich rede von Max Schachmann und Nilspolitt. Auch Jonas Rutsch vom Team EF Education ist mit von der Partie. 114 km vor dem Ende haben die einen Vorsprung von 1:28 Minute.

Die Berge kommen aber noch. Der Pass ist spektakulär. Zwar der Lacets de Montvernier nicht die absoluten Höhe der späteren Anstiege. es sind nur 400 Höhenmeter. Aber das Ding ist wirklich eindrucksvoll. Die 180 Grad sind 6 Jahre lang in den Fels gehauen worden und sieht aus der Perspektive von oben wirklich toll aus. Ich glaube die Jungs sind des Öfteren  während ein Tour de France hier schon mal runter gefahren.

Simon Geschke holt sich an der Bergwertung die Punkte für den Zweiten. Die Gruppe kommt fast  komplett hoch. Lediglich Mathieu Van der Poel muss abreißen lassen. Der ist wohl wirklich nicht in Form. Für Geschke sieht es dagegen gar so schlecht aus.  Zwar hat er mit Pierre Latour einen anspruchsvollen Konkurrenten mit in der Gruppe. Aber die Favoriten lassen heute wieder stecken. Ihr Rückstand beträgt schon jetzt  über 4 Minuten. Vorne ist auch niemand dabei, der ernsthaft eine Bedrohung darstellt.

So wächst der Vorsprung auf 7:30 Minuten. Die großen Berge kommen noch. Es sind noch 80 Kilometer zu fahren. Der nächste Berg ist der Telegraph. Der ist allerdings nur der Vorberg für den Galibier. Als das Peloton in den Anstieg zum Telegraph geht, haben sie über 8 Minuten Rückstand. Wout Van Aert führt die Spitzengruppe an. Viele Fahrer können nicht mehr mithalten Nils Politt  gehört leider auch dazu. Nicht aber Simon Geschke. Der will es heute echt wissen. Max Schachmann und Jonas Rutsch sind auch noch Spitze.

71 km vor dem Ende hat man noch 3 km bis zum Col de Telegraph. Die 10 Jungs an der Spitze haben ihren Vorsprung auf 9 Minuten ausgebaut. Gleichzeitig kommt die Meldung das Mathie Van derPoel die Tour verlassen musste. Eben noch an der Spitze und jetzt im Besenwagen. Das ist für den fliegenden Holländer sicherlich kein Toptach.

Drei Fahrer streiten sich am Telegraph um die besseren Punkte. Simon Geschke ist mit dabei. Wird aber noch Dritter. Es gewinnt wieder Pierre Latour. Der geht nun wohl auf die Bergwertung los. Er hat 23 Punkte.  Simon Geschke hat nun 28 Punkte und bislang sein Trikot verteidigt. Aber es kommen jetzt noch die beiden dicken Hammer mit jeweils 20 Punkten. Der zweite Fahrer bekommt dort nur 15 Punkte. Dann wird es für Geschke eng, falls Latour gewinnt. Bei Gleichstand zählt die höhere Wertung.

Im Peloton zollt nun Lennard Kämna den Tribut für den gestrigen Tag. Das fällt zun zunehmend auseinander. Die Favoriten machen ernst. Die Gruppe mit dem gelben Trikot hat nur noch 6:44 Minuten Rückstand.

Nachdem der Telegraph überstanden leisten sich die Favoriten eine Schlacht. Es bleiben vier Fahrer übrig. Roglic, Pogacar, Vingegaard und Thomas. Später kommt Marc Soler von UAE fast wieder heran. Kurz vor dem Anschluss gibt Roglic wieder Gas und bringt Soler gleich mal in Schwierigkeiten.naber dann kommen sie von hinten wieder ran. Jumbo Visma ist wohl noch am komplettesten. Alexandre Vlasov von Bora hansgrohe ist auch mit dabei. Dagegen hat Lennard Kämna wohl einen schlechten Tag. Schade, dass es gestern mit dem gelben Trikot nicht so ganz geklappt hat.

 

Danach versuchen es Pogacar und Vingegaard alleine. Zwar sind die beiden nicht an der Spitze der Etappe, aber vielleicht werden sie es nachher sein.

Das geschieht  auch so. Im letzten Anstieg kommt es zum Showdown der Favoriten. Die bislang Führenden werden  niedergemacht. Die gut Nachricht ist, das Simon Geschke bis dahin genügend Punkte gesammelt um sein Bergtrikot zu verteidigen.

Aber es gibt auch schlechte Nachrichten. Zumindest für Pogacar und Aleksandr Vlasov. Sie können dem Andriff vom jungen Dänen Vingegaard von Jumbo Visma nicht standhalten und verlieren viel Zeit. Pogacar verliert sein gelbes Trikot und sackt sogar auf den dritten Platz ab, weil der Franzose Romain Bardet vom DSM unerwartet einen guten Tag hat. Aleksandr Vlasov rutscht in ider Gesamtwertung ein paar Plätze nach oben. Er liegt nun auf den 8. Rang, hat aber über 7 Minuten Rückstand auf den Führenden. Der nächste vor ihm liegende Fahrer ist David Gaudu von Groupama FDJ. Der hat vier Minuten weniger auf den Konto als Vlasov. Mit ihm beginnt die Reihe der verbliebenen Anwärter auf ein Podium in Paris. Fahrer von Bora hansgrohe oder aus Deutschland sind nicht mehr dabei.

Lennard Kämna vom Team Bora hansgrohe hat einen grottenschlechten Tag. Er muss für seinen Pavorceritt gestern, wo er fast ins gelbe Trikot gefahren wäre, ordentlich büßen. Kämna verliert  über 28 Minuten und fällt in der Gesamtwertung aussichtslos zurück.

Geschke dürfte im Moment der einzige deutsche Hoffnungsträger sein. Trotzdem wird es für den Fahrer vom team Cofidis auch nicht einfach, wenn er sein Trikot noch eine Zeitlang behalten will.

Ergebnis <<<<

 

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