Dezember 2, 2020

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Tour de France. Ist die Blase geplatzt?

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Man ist mit viel Optimismus an den Start gegangen. Das Prinzip Hoffnung ist allerdings schon vor  der Tour de France zerbrochen. Einige Teammitglieder von Jumbo Visma wurden nach Hause geschickt, weil nicht positive Ergebnisse hatten. Mir kamen damals schon die Tränen. Die Jungs  sind mit Corona infiziert.

Jetzt hat es auch den großen Boss erwischt. Christian Prudhomme hat sich selbst aus dem Rennen nehmen, Coroana lauttete die Diagnose. Durch Frankreich geht mittlerweile eine Welle mit dem Virus. Die Tour schiebt sie vor sich her. Am Wochenende waren in den Pyrenäen die Zuschauer recht zahlreich am Straßenrand und auf der Straße. Viele ohne die netten Masken. Neben Prudhomme wurden einige Mitarbeiter der Teams positv getestet. Noch gibt es nicht den Fall Nummer zwei. Aber Ineos, AG2R, Mitchelton Scott und Cofidis stehen auf der Liste der Abschusskanditaten. Sollte es in der nächsten  Woche noch einen Einschlag geben, müssen die nach Hause. Mal sehen, ob man sich an die Regeln hält.

Das Rennen wird heute in der westlichen Region Frankreichs fortgesetzt. Man fährt von der Ile d’Oleron zur Ile de Ré. Die Strecke ist 168 km lang. Die Gegend ist flach und bekannt für ihren Wind. Heute ist aber ruhig. Bislang.

Die Schweizer Michael Schär von CCC und Stefan Küng  von FDJ haben  sich direkt zu Beginn der Etappe abgesetzt. 125 km vor dem Ende haben sie einen Vorsprung von 1:30 Minuten.

97 km komm es zu einem Sturz. Kurz danach entwickelt sich eine Windstaffel. Angezettelt von Deceuninck Quickstep, Doch alle Favoriten haben aufgepasst, allein die beiden Ausreißer sind eingeholt worden. 

Doch dann beruhigt sich die Situation bis La Rochelle. Trotz einiger Stürze fährt gemeinsam durch die alte Hafenstadt. Erst kurz vor der Brücke zu Ile de Ré kommt es zur Windkante. Einige Fahrer werden abgehängt oder lassen sich abhängen. Die Favoriten sind aber bei die Leut. Hinter der Brücke sind noch 10 km zu fahren und der Wind kommt nun von vorne. Es wird zum Massensprint kommen und es stellt sich die Frage, ob Peter der Große sein grünes Trikot verteidigen kann. Im Gegensatz zu Sam Bennett vom Team Deceuninck Quickstep hat er keine große Hilfe mehr. Er hält sich daher im Windschatten von Bennett auf. Der wird der Sprint angezogen. Diesmal hat Bennett das beste Timing. Zwar versucht the pocket rocket ihm den Sieg noch streitig zu machen. Doch das misslingt um Reifenbreite. Peter Sagan wird nur Dritter und sein grünes Trikot wieder los.

Das trägt morgen der Ire und ehemalige Mannschaftskollege Bennett. Bis Paris ist aber sicher noch das letzte Wort dazu geschrieben worden. Beim Gelben bleibt alles beim Alten. Primoz Roglic ist von seinem Team Jumbo   Visma aus allen Schwierigkeiten herausgehalten worden.

Erfreulich ist auch der 6. Platz von André Greipel, der langsam seine gesundheitlichen Probleme überwindet. Vielleicht langt es für den Hürther von der Israel Start Up  Nation ja doch zum 12. Toursieg.

Emanuel Buchmann kassierte heute wieder  über 5 Minuten. Er dürfte nun seine Ambitionen für die Gesamtwertung in de Koffer gepackt haben und wird sich um möglichst viel Rückstand kümmern, damit man ihn fahren lässt und er vielleicht doch noch zu einem Etappensieg kommt. Eine große Hilfe für Sagan waren die Bora`s heute jedenfalls nicht.

Ergebnis  <<<<<<

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