Tour Auvergne-Rhône-Alpes 2026 – 4. Etappe: Quinn Simmons schlägt die Sprinter

Le Puy-en-Velay – Montrond-les-Bains, 167,4 km

Es war eine Etappe, die auf dem Papier wie ein Geschenk für die Sprinter aussah – und am Ende doch einem Ausreißer gehörte. Quinn Simmons von Lidl-Trek holte sich nach 167 Kilometern den Tagessieg in Montrond-les-Bains, als eine neunköpfige Spitzengruppe mit knappen Sekunden Vorsprung die Ziellinie überquerte und das wartende Peloton leer ausgehen ließ.

Das Profil stellt die Sprinterteams auf die Probe

Die vierte Etappe führte von Le Puy-en-Velay nach Montrond-les-Bains und bot auf den ersten zwei Dritteln knapp 2.250 Höhenmeter – verteilt auf sechs kategorisierte Anstiege. Das letzte Streckendrittel war zwar völlig flach, doch der lange Weg dorthin forderte seinen Tribut: Die großen Sprintermannschaften kamen nie wirklich in den Rhythmus, um die Ausreißer kontrolliert zu stellen.

Eine starke Gruppe setzt sich durch

Früh am Tag formierte sich eine schlagkräftige Ausreißergruppe. Zu den Protagonisten gehörten neben Simmons unter anderem Finn Fisher-Black (Red Bull-Bora-Hansgrohe), Matteo Vercher (TotalEnergies), Andreas Kron (Uno-X Mobility), Jordan Jegat (TotalEnergies) sowie Jan Castellón (Caja Rural). Eine Mischung aus Kletterspezialisten und opportunistischen Allroundern, die dem Peloton den ganzen Tag über die Stirn bot.

In der Schlussphase zogen die Teams der Sprinter zwar nach, doch der Rückstand war zu groß. Der Wind in der flachen Ebene hätte theoretisch noch für Chaos sorgen können – letztlich reichte es knapp für die Gruppe. Im langen Sprint setzte sich Simmons durch, der den US-amerikanischen Meister herausgab. Finn Fisher-Black wurde Zweiter, nachdem er sich anfangs eingeklemmt hatte. Rang drei sicherte sich Matteo Vercher für TotalEnergies.

Baudin bleibt souverän in Gelb

An der Spitze der Gesamtwertung ändert sich nichts. Alex Baudin (EF Education-EasyPost) verteidigt das Gelbe Trikot, das er sich auf der Auftaktetappe in einem Soloritt geholt hatte. Der Franzose kommt bislang gut durch das Rennen und dürfte die kommenden flacheren Tage als willkommene Verschnaufpause vor dem entscheidenden Wochenende betrachten.

Blick nach vorn

Die Tour Auvergne-Rhône-Alpes – das wichtigste Vorbereitungsrennen auf die Tour de France, vormals als Critérium du Dauphiné bekannt – geht morgen mit der fünften Etappe weiter. Für die Klassementfahrer kommt die heiße Phase erst noch: Am Wochenende warten drei aufeinanderfolgende Bergankünfte, darunter der Grand Colombier und als Abschluss das Plateau de Solaison in den Savoyer Alpen. Dann erst wird sich zeigen, wer in diesem Jahr das Rennen um die Tour-Generalprobe für sich entscheiden kann.

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Tour de France 2026. Barcelona leuchtet gelb.

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