Strade Bianche. Die weißen Wege in der Toskana.

Das Rennen wurde ja wurde 2007 erfunden. So als italienisches Pendant zu  Paris Roubaix. Da in Italien die Pflastersteine eher rar gesegnet sind, die italienischen Straßen reichen an sich schon aus, nimmt man die weißen Feldwege in der Toskana. Die dienen auch dem normalen Autoverkehr und sind entsprechend vorbereitet. Wenn es regnet fährt man auf weißen Schlamm, der bis in alle Ritzen des Fahrrads spritzt. Scheint die Sonne und es ist lange Zeit davor trocken gewesen, sieht man die Reiter schon fern am Horizont anhand ihrer von ihnen aufgewirbelten Staubwolken. Manchmal machen das ja die Begleitfahrzeuge. Wie dem auch sei, die Graveltour in der Toskana gehört zur World Tour und ist deshalb eine echte Herrausforderung für die WT Teams. Ich meine das nicht nur im logistischen Sinn.

Im Gegensatz zu Paris Roubaix, wo man ja eine recht lange Anfahrt zu den Pavees hat, geht es bei der Strade Bianche recht früh zur Sache. Die ersten  Gravelstücke kommen schon 17 km nach dem Start. Dafür hat das Rennen aber auch nur eine Länge von 184 Kilometern. 70 weniger als in der Hölle des Nordens.

Manche der Jungs stehen darauf. Mathieu Van der Poel und Wout Van Aert leben hier in der Regel ihr Cyclocrosstalent aus.  Aber auch ehemalige Tour de France Sieger wollen es hier in der Toskana wissen.

Der Start und das Ziel sind Siena. Die Stadt ist ja eher bekannt für seine Türme ( in San Gimignano gibt es deren mehr) und das innerstädtische Pferderennen. Aber so kommen die Touristen auch schon im März auf ihre sportlichen Kosten. Viele denken ja immer an eine warme sonnige Toskana.  Zun Leidwesen mancher Urlauber sind aber im Frühjahr diesem Vergnügen in der Toskana oft Grenzen gesetzt. Die Ferienhäuser sind oft schlecht geheizt und man hüte sich vor einen zu frühen Genuss der toskanischen Weine an Ort und Stelle. Apropo Pferderennen. Bei den Mädels hat  sich ein Pferd entschlossen 16 km vor dem Ende den Pacemaker für Demi Vollering zu machen. Die war die erste Verfolgerin der Führenden, Kristen Folkner,  aus den USA.

Heute ist es aber sonnig und trocken in der Toskana und die 16 Grad sind in der Sonne noch ein wenig wärmer. Das bedeutet aber staubige Straßen. Man wird mit einer Kalklunge den Rest der Saison bestreiten müssen. Allerdings sehen die Mädels, die eine ganze Zeitlang vor den Jongens gestartet sind, 4o km vor dem Ziel noch recht proper aus. Da hat sich keine  wirklich richtig eingesaut. Allerdings ist das Peloton noch geschlossen und es sieht eher ein wenig wie Sonntagsausflug mit Präsidentin aus. Wer will sich da schon schmutzig machen.

Zur selben Zeit sind die Herren schon 30 km unterwegs. Die ersten strade bianche sind schon überradelt. Auch hier ist das Peloton noch zusammen. Aber während des zweiten ca 5,8 km langen Sektors finden sich drei Fahrer. Byström, De Marchi und Romeo bilden zunächst die Spitzengruppe des Tages.^Die drei geben sich allerhand Mühe. Nach 80 Kilometern haben die drei 7 Minuten Vorsprung vor dem Peloton. Dazwischen liegt nur noch der Ungar Erik Fetter.

20 Kilometer später hat man diesen Vorsprung auf 4 Minuten runtergefahren. Es sieht bei den Jungs auch nicht viel anders aus als bei den Mädels. Ausfahrt mit Präsident. Nette Gespräche mit dem Kollegen. Reicht denn keiner Brötchen und Kaffee? Aber  die Picknickdecken ausgebreitet werden, wird es sicherlich losgehen.  Lassen wir uns überraschen.

50 km vor dem Ende beginnen die Jungs mit der Arbeit. Der Vorsprung der Ausreißer ist zügig runtergefahren worden. Als sie Reichweite sind verliert Thomas Pidcock von den Ineos Grenadieren die Nerven und macht sich auf die Socken. Er überholt alle vor ihm liegenden und kann auch die starke Verfolgergruppe auf Distanz halten. Im Gegensatz zur Amerikanerin Folkner schwächelt er auch nicht im letzten Anstieg. Er gewinnt die Strade Bianche locker.

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