Oktober 22, 2020

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Pascal Ackermann beim Scheldepreis distanziert

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Radsport

Pascal Ackermann von Team bora-hansgrohe hat beim Sprint des Scheldeprijs in Schotten  einen anderen Fahrer zu Fall gebracht.  Der Mann stürzte schwer zu Boden und verletzte sich am Kopf.  Er konnte das Rennen nicht beenden. In solchen Fällen schlägt die deutsche Presse normalerweise einen sehr harten Ton an. Da es sich aber um einen deutschen Fahrer handelt, macht man ganz gemütlich auf Radsport Familie und zitiert den Sportmanager des Teams wortwörtlich.

Schaut man sich den Sprint an, so sieht man ganz deutlich, dass Ackermann eine Lücke sucht und dabei das Vorderrad eines Konkurrenten berührt. Der kommt dabei zu Fall.

Wäre es jetzt ein Holländer gewesen der den Sturz verursacht, hätte man gnadenlos auf den Mann eingeschlagen und nicht berücksichtigt, dass es sich dabei um einen Sprint  handelt. Wir reden von den letzten zwei drei Sekunden in einem Rennen.  In diesem Augenblick denken die Jungs nicht eine Sekunde. Wenn Sie denken würden, würden Sie lieber irgendwo am Strand liegen und ein Eis esse. Denn in diesem Sekunden übernimmt das Krokodilhirn die Steuerung  und dieses ist auf gnadenlose Attacke programmiert. 

Man kann also hier nicht von Schuld oder Unschuld reden. Man kann halt lediglich feststellen, es ist zu einer Behinderung gekommen. Zu einem schweren Vorfall und der Fahrer wird deswegen disqualifiziert oder distanziert. So wie es bei Ackermann nun der Fall ist.

  Mich jetzt ein wenig wundert, wenn in den Artikeln in der deutschen Nachrichten  nachlese, dass niemand nach dem Opfert fragt. Der Mann ist schließlich schwer verletzt.  Aber da ja ein deutscher Fahrer den Schaden  verursacht hat,  interessiert es die deutsche Presse mal wieder einen Scheißdreck. Hier nur  ein Beispiel. <<<<

Nun in einer arabischen Zeitung finde ich zu dem Vorfall dann doch noch einen Artikel.  August Jensen vom Team Riwal stürzte schwer auf den Boden mit dem Kopf, verlor  kurz das Bewusstsein und erlitt eine Gehirnerschütterung. Das findet man so in deutschen Zeitungen  selten.

Gewonnen hat das Rennen, das auch oft als Weltmeisterschaft der Sprinter bezeichnet wird, übrigens Caleb Ewan vom Team Lotto Soudal. Bester deutscher Fahrer wurde Max Kanter vom Team Sunweb. Er kam auf den 17. Rang. Aber das ist den meisten Zeitungen wohl keine Meldung wert.

Ergebnis<<<<<

 

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