Marco Brenner ist neuer Deutscher Straßenradsportmeister

 

Weit über 200 km ging es von Donaueschingen nach Bad Dürrheim. Da die Distanz zwischen den beiden Orten nicht ganz so groß ist unterteilte man das Rennen in Kreisel. So kamen die Zuschauer auf ihre Kosten und verbreiteten an einigen Hotspots sogar Alp d´Huez Feeling. Also ganz so betrunken waren die Leute nicht. Man wollte ja noch das Spiel mit der Schweiz erleben. Süddeutschland halt.

Was die Fans aber erlebten, war der Untergang der Träume von Bora hansgrohe bei der Grand Boucle das Deutsche Meistertrikot zu präsentieren. Das bleibt jetzt im Juli im Schrank und das war auch schon lange vor dem Ende des Rennen klar. Denn da teilten sich nur noch Florian Lippowitz von den Bora´s und Marco Brenner von der Tudor`s die Spitze. Beide werden nicht bei der Tour teilnehmen können. Lippowitz, weil sein Team ihn nicht nominiert hat und Brenner, weil sein Team keine Startberechtigung hat.

So sah man dann diesbezüglich die Sendung Ausscheiden mit Dienst. Was der Spannung aber keinen  Abbruch tat. Denn Marco Brenner konnte Lippowitz erst kurz vor Sendeschluss in einem Anstieg abhängen. Dafür aber gründlich und so durfte er sich einsam und allein als Sieger feiern lassen.

Bei der Tour wird man allerdings schon das Deutsche Meistertrikot sehen. Getragen von Nils Politt. Der fährt ja neuerdings für UAE und nicht mehr für das Red Bull Bora hansgrohe Team. Aber nur eingeschränkt bei den Zeitfahren.

Ja, Sie haben richtig gelesen Red Bull Bora hansgrohe. Denn nachdem der Getränkehersteller der Rennstall gekauft hatte, war klar, dass man auch an transparenter Stelle seinen Namens lesen wollte. Bei Tour, wo sonst , ist es jetzt der Fall. Man taucht dann auch mit neuen Trikots auf. Das Aussehen des Trikots ist natürlich noch ein Geheimnis und wird erst am Donnerstag werbewirksam präsentiert.  Raten sie mal, was wird schon groß drauf sein?

Das zeigt mal wieder, dass die Tour de France die genialste Erfindung ist, seit es Radrennen gibt. Wie so häufig entstand das Ganze aus eine Schnapsidee. Man wäre lieber Autorennen gefahren. Die Zeitung des Veranstalters hieß ja damals auch L`Auto. Als sie nach dem zweiten Weltkrieg verboten wurde, weil die Herausgeber etwas zu sehr mit der Besatzungsmacht fraternisiert hatten, entschlossen sich die Beteiligten mit L’Equipe ja dann zu einem Neuanfang.

Seitdem heißt Radsport Tour de France. Ich glaube, die wenigsten Menschen in der Welt wissen, dass es sonst noch Radrennen gibt. Radsport wird in der Hauptsache ja in Europa ausgetragen und da lebt halt nur ein Zehntel der Menschheit. Wahrscheinlich denken die Leute, die Jungs liegen den Rest des Jahres auf der Couch. Bei einigen der früheren gefallenen Engel konnte man das auch durchaus vermuten. Sicher haben die dann aber nicht in der Nase gepopelt.

Man darf es ja  auch nicht verübeln. Das aus medialer Sicht nur dieses eine Rennen zählt. Auch wir waren ja früher der Faszination erlegen. Der Name Tourmann zeugt davon, allerdings rückt  Radsportjournal  immer mehr in den Vordergrund. Doch sind wir uns einig. Ohne den Leuchtturm Tour würde niemand aufs Meer schauen. Oder aufs Land. Ganz wie sie wollen.

 

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