Mailand Turin. Lange an der kurzen Leine.

Es ist das grausamste Spiel im Radsport. Das Verhungern lassen. Dann, wenn gegen Ende des Rennens ein paar Jungs an der kurzen Leine gehalten werden. Man fährt stundenlang im Abstand von 20 Sekunden hinter einer Ausreißergruppe her. Holt sie aber erst kurz vor dem Ziel ein. 

Natürlich gehören immer zwei dazu . Auch die Jungs, die sich nicht einholen lassen dürfen. Hinten schwingt der sportliche Leiter die Peitsche und wehe einer zuckt. Wer schlapp macht findet sich in der Wüste wieder. Weiter hinten genießt man die Situation. Solange die Jungs da vorne abgehangen werden, wird sich im Peloton nichts rühren und man hat ein wenig mehr Ruhe.

Angesichts der Fernsehrechte, verbunden mit der Werbung,  natürlich eine Win Win Situation für alle Beteiligten. Außer halt den vier fünf Geschleiften an der Spitze des Rennens.

Wir wollen die hier wenigsten kurz im Bild zeigen. Denn nachher hat keiner mehr von Ihnen gesprochen. 

Mailand Turin ist bekanntlich das älteste existierende Radrennen der Welt. Es gehört nicht einmal zur World Tour. Dient aber einigen Fahrern als letzter Schliff für die Primavera. Trotzdem hat hat es einen hohen Prestigewert. Da es flach ist und keinen Poggio am Ende des hat, versuchen sich hier noch einmal die Sprinter. Vor einigen Jahren war ja Mailand Remo auch ein Rennen für diese Klasse Radsportsportler. Jetzt ist es oft der Poggio, wo sich die bergfesten Roller absetzen können. Manchmal sogar erst in der Abfahrt.

Deshalb ist Mailand Turin  sehr umkämpft. Jedenfalls bei den Jungs mit den schnellen Beinen. Bevor man sich wie Dylan Groenewegen wieder in den Norden zurückzieht. Ein paar Kilometer vor dem Ziel in  Orbassono, das liegt bei Turin, wurden die Jungs an der Spitze eingeholt. Wer jetzt gedacht hätte, dass die Sprintermannschaften ein paar ordentliche Züge aufgestellt hätten, der sah sich arg  getäuscht. Lediglich DSM brachte drei Mann zusammen. Die zeigten sich sogar zeitweise an der Spitze des Pelotons. In der Endphase sah man aber wieder das heute übliche Chaos.

So wundert es nicht, dass ein Fahrer aus eine kleinen Mannschaft dann das Rennen gewann. Zwar machte Arvid de Kleijn vom Schweizer Uhren Team Tudor auf den letzten Metern ein wenig auf Groenewegen. Das wurde aber nicht bestraft. Zumal Fernando Gaviria das Gehirn eingeschaltet hatte und nicht den Jakobsen gab.

Für die Jury hatte das Ergebnis bestand und so gewannen die Schweizer Uhrenhersteller ihr erstes großes Rennen. Alles Rolex oder wie?

Ergebnis <<<<

 

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