Giro d’Italia. Hoppel Poppel

Das Team UAE hatte sich eigentlich auf einen ruhigen Tag eingerichtet. Man rechnete mit einer Ausreißergruppe. Doch die Jungs würden einen so großen Abstand haben, dass man sich keinen Kopf machen brauche.

Die Rechnung ging am Anfang auf. Als man dann von der Küste abbog, in Richtung der Hügel, lief die Sache zeitweise aus dem Ruder. Zwischenzeitlich waren rund 40 Fahrer vor dem Peloton. Die meisten hatten allerdings schon eine ganze Masse zeit auf dem Buckel.

Nicht so Lopez vom Team Lidl Trek ( 9 Minuten)  und Jan Hirt von Soudal  Quickstep mit 6  Minuten. Dazu kam noch der Altmeister Pozzovivo. Der hat auch nur knapp 7 Minuten Rückstand. Die durfte man natürlich nicht fahren lassen. 

In der Hügellandschaft war dies allerdings nicht ganz so einfach. Allerdings bezogen sich die 4 Minuten Rückstand auf die Spitze des Rennens. Das waren Alaphilippe und Mirco Maestri von Polti Kometa. Deren 36  Verfolger lagen allerdings 2 Minuten zurück. 

100 km sind noch zu fahren und es kommen noch zahlreiche Anstiege.

20 Kilometer vor dem Ende liegen Alaphilippe und Maestri immer noch vorn. Dahinter hat es schon einige Unregelmäßigkeiten gegeben. Die Verfolger haben sich irgendwann mal  zerstritten und in Gruppe aufgeteilt. Hirt,  Pozzovivo und Lopez gehören zu den abgehängten. 20 km vor dem Ende haben die weniger als eine Minute Vorsprung. Das wird nichts mehr für das rosa Trikot von Hirt. Natürlich haben ihn die anderen Jungs in der Gesamtwertung auf dem Kieker gehabt.

Es kommt aber noch vor dem Ziel. Ein kleiner knackiger Hügel. 20 Prozent Steigung. Hier muss sich Alaphilippe behaupten. Im Peloton wird man das chefmäßig erledigen. Es sind noch ein paar Kilometer von da ins Ziel. Und Helfer gibt es kaum. Aber vorher macht man Speed. Insbesondere Bahrain Victorious hat noch Reserven und die werden nun eingesetzt.

Das 13 km führt zur Einholung der Gruppe mit Ganna und Hirt. Noch vor dem steilen Berg. War das nötig? Der Hügel wird mit der Mauer von Huy verglichen. Es ist aber eher die Mauer für Arme. Das sind nur 300 Meter ,dann wird es  flach. Aber es kommt noch was. Der nutzt die Gelegenheit und verabschiedet von Maestri auf italienisch. Maestri wird von ein paar der Verfolger überholt. Der letzte Teil ist doch steil.. Hermans und Und Narvaez liegen auf Platz 2 und 3. 40 Sekunden hat Alaphilippe vor den beiden  8000 Meter bis Buffalo.

Die Favoriten erledigen den Hügel chefmäßig. War zu erwarten. Wer gewinnt das Rennen? Gute Frage.

Alaphilippe behält die Nerven. Nach einer Fahrt 110 km an der Spitze, davon die letzten 12 km alleine, lässt er sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen.

Ergebnis <<<<<

 

 

Das könnte interessant sein Powered by AdWol Online Werbung

Giro d’Italia. Der Tag des Steinadlers.

Gestern habe ich gesagt, dass Julian Alaphilippe ausscheiden muss. Musste er aber nicht. Er bekam f...

Giro d’Italia. Doch. Nicht schon wieder.

Die heutige Etappe war die Verkürzung der verkürzten Etappe. Kurz. Kürzer. Livigno. Es hatte vie...

Giro d’Italia. Der Tag des Kannibalen.

    Hatte immer gedacht, dass Tadej Pogacar nicht ganz auf Eddy Merckx macht. Doch der Ta...

Please follow and like us:
RSS
Follow by Email
YouTube
Instagram