Giro d’Italia. Girmay gibt sich die Kugel.

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Von allen Möglichkeiten des Ausscheidens aus einem Rennen ist das wohl die cruelste. Ich bin ganz ehrlich, wenn ich es selbst nicht gesehen hätte und es glauben müssen. Ich würde es nicht. Biniam Girmay hat sich gestern bei der Siegerehrung mit einem Sektkorken ins Auge geschossen und muss den Giro d’Italia verlassen. Kaum zu glauben, aber wahr.

Der Junge wollte eine Flasche aufmachen, dabei ging der Korken unglücklich los und knallte ihm ins Auge. Schlechte Werbung für Asti Spumante. Vielleicht  hätte er das vorher üben sollen. In Belgien macht das wohl nur mit Bier.

Das Rennen geht aber weiter. Heute radeln die Jungs durch die Poebene. Es ist mal wieder total flach. Man wird wieder die Sprinter sehen wollen. Falls der Wind keine Rolle spielen darf. Trotzdem versuchen sich zwei Fahrer. Diesmal sind es Luca Rastelli und Filippo Tagliani. Die beiden versuchen sich wieder in der Rolle des besten Ausreißers.

Genug Kilometer gibt es schon zum Einheimsen. Heute wird die längste Etappe gegeben. 202 extrem flache Kilometer sollten da schon ein paar Punkte bringen. Die  Jungs kommen aber nur bis knapp hinter Bologna. Ehe sie ihre Spaghetti Bollo verspeißt haben, sind sie schon eingeholt. Bologna wird ja auch die Rote genannt. Die Eurosportmoderatorin tippte auf die roten Dächer. Dabei geht es wohl eher um die linke Vergangenheit der Stadt. Na ja, ist nicht Radsport und die Jungs und Mädels müssen ja auch nicht alles wissen. Vielleicht dürfen sie ja auch nicht.  Die Dächer der anderen Städte in Italien sind übrigens hellblau. Azzuro. Äh ja.

Gewonnen hat dann das Rennen Mister Überraschung. Alberto Dainese hatte jedenfalls niemand auf der Rechnung. Der schoß auf den letzten Metern wie Phönix aus der Asche an die Spitze.

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