Giro d’Italia. Etappe 6.

 

Wir fahren um den, See um den See, wir fahren um den See. Noch vor der Bora  fahren auch die Bora´s um den Gardasee. Das heißt, sie fahren eigentlich nur an einem Ufer lang.  Auf dem See  ist es noch windstill. Bekanntlich kommen ja erst am Nachmittag die nördlichen Winde.  So sieht man noch einige Herren und Damen in ihren Schlauchbooten auf dem See herumtuppeln.

Allerdings sieht man auch ein paar Brüder in der Ausreißergruppe des Tages.  Die Paret Peintre Brother´s  Sind aber nicht die einzigen Verdächtigen. Denn auch andere bekannte Ausreißergesichter versuchen sich heute wieder bei der Hafenrundfahrt am See lang.

Ich frage mich immer, wie die Jungs bei einem derartigen Einsatz es immer wieder schaffen, in der Endabrechnung doch tagelang zurückzulegen.  Man sieht sie immer vorne.  Schaut man aber in der Ergebnisliste, dann findet man erschütternde Rückstände.

 Das ist der moderne Radsport.  Das Schachspiel mit den Werbeflächenträgern.

Der Anstieg führt zum Passo Santa Barbara. Es geht so auf die 1000 Meter hoch. Das Peloton hat hier einen Rückstand von 3:40 Minuten auf die 26 Ausreißer.

Die Jungs im Fernsehen reden immer vom Passo Santo Barbara. Also ich möchte hier nicht den Oberlehrer spielen. Aber Barbara ist bekanntlich weiblich und so heißt es korrekt Passo Santa Barbara. Es heißt auch nicht maglia cyclamino sondern maglia cyclimina. Könnte man meinen. Aber ciclamino ist keine Farbe. Ciclamino heißt Alpenweilchen. Und in italiniesch ist das Alpenveilchen männlich. Deshalb ist maglia ciclamino voll korrekt.  Wieso sagt man denn dann immer Santa Claus? Wie sagen die Gallier immer? Die Briten, die haben sie nicht alle. Äh ja, so geht es auch.

 

Der Pass hat jedenfalls eine Länge von 12,8 Kilometern. Er ist 1172 Meter hoch. Und es gibt eine Steigung von rund 8 Prozent Der nächste Pass kommt dierekt nach einer kleinen Abfahrt. Es sind aber nur 4,5 km bis zum Gipfel.

Das äußere Erscheiningsbild  des Giro´s hat sich völlig gewandelt. Man trägt kkeine Regenklamotten mehr. Die Trikots sind bis zum Bauchnabel geöffnet. Obwohl keine mehr frieren muss sind auch heute  drei Fahrer nicht mehr gestartet. Die Jungs sind wohl krank und die heutige Etappe mit den vielen hohe Gipfeln ist äussterst anspruchsvoll.

Einn schwerer Tag ist es auch für die Favoriten. Vor für Jumbo Visma. Die wollen ja den Giro mit Roglic gewinnen. Unter anderen Mannschaften. Denn vorne fährt ja Aurlien Paret Peintre mit. Der hat nur einen Rückstand von 4:30 auf den Leder der Rundfahrt. den will man sicher nicht vorne mit fahren lassen.

Der Italiener Jonathan Milan vom Team Bahrain Victorious holt sich die erste Sprintwertung und sammelt weiterhin Punkte für sein Maglia Cyclamino. An Ende des Tages dürfte er keine Rolle mehr spielen.

92 km vor dem Ende sehen wir zwei Ausreißer an der Spitze des Herdes. Beide stammen vom Team Astana. Sie heißen Scaroni und Pronskiy. Ihr Vorsprung vor den Verfolgern beträgt gut eine Minute und vor dem Peloton deren 4 . Die Astanaleute müssen was tun. Bislang stehen bei diesem Giro nicht so gut da. Morgen soll es was für Cavendish werden. Heute sieht es mit einem Sieg eher schlecht aus.

Schlecht sieht es auch in den Bergen aus. Leider regnet es dort wieder und das dürfte dann im Laufe des Tages dem Spaß ein Ende bereiten. Man benötigt wieder die Regenklamotten.

Noch ist es warm. So an die 20 Grad. Aber wir fahren ja noch auf  den Monte Bondone. Der ist immerhin fast 1700 Meter hoch.

Am Anstieg zum Bodone kommt es zum Kampf der Favoriten.. Primoz Roglic vom Team Jumbo Visma verliert dabei auf Geraint Thomas  von den Ineos Grenadieren und Jao Almeida vom Team UAE 25 Sekunden und die Tabellen Führung. almeida gewinnt die Etappe und Thomas holt sich rosa zurück. Das wird noch eine spannende Woche.

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