Giro d’Italia. Die 8.Etappe geht an die Ausreißer
Gestern sind die Jungs wie die Idioten losgeschossen. Ein paar Radsportzeitungen kündigten ein Windrennen an und die sportlichen Leiter dirigierten ihre Fahrer vor dem Rennen aufs Klo. Da hatte bestimmt keiner einen unnützen Tropfen Wasser im Körper. So schossen die Jungs wie die Wahnsinngen durch Süditalien und es kam zur Schnellsten Etappa ever beim Giro. Weit über 51 km/h Durchschnitt für das gesamte Rennen. Dabei war zur Hälfte Ende im Schacht. Die Echelons waren vergebens. In Taranto kam alles wieder zusammen und man rollte die restlichen Kilometer gemeinsam ins Ziel.
Einige sprachen von der Traumstunde des Radsports. Ich meine: eine größere Scheiße habe ich selten gesehen!
🚴♂️Giovinazzo > Vieste | Stage 8
— Giro d'Italia (@giroditalia) October 10, 2020
⚡️ Break | Fuga
Ravanelli 🇮🇹 @AndroniGiocatto @joeyrosskopf 🇺🇸 @CCCProTeam @M_Braendle 🇦🇹 @YallaIsraelSUN @alexdowsett 🇬🇧 @YallaIsraelSUN @MatthewHolmes51 🇬🇧 @Lotto_Soudal @SalvatorePuccio 🇮🇹 @INEOSGrenadiers
⏱️ 10'24"
🏁 97 km
#Giro pic.twitter.com/nttGGGAQZT
Die Rechnung wurde heute bezahlt. Eine Ausreißergruppe verabschiedete sich schon früh und fuhr über 13 Minuten Vorsprung heraus. Da keiner in der Gesamtwertung eine Rolle spielte, hatten die Jungs von Deceuninck Quickstep kein Interesse an der Nachführarbeit. Die Sprintermannschaften verzichten gerne auf eine Verfolgung. In Vieste musste man dreimal einen Hügel. Das wäre vielleicht etwas für Peter Sagan von Bora hansgrohe gewesen. Vielleicht.
Stiamo per arrivare nella splendida Vieste!
— Giro d'Italia (@giroditalia) October 10, 2020
We will arrive soon in the magnificent Vieste!#WeAreinPuglia#Giro pic.twitter.com/jWHoUnHeNY
Groupama FDJ fährt jedenfalls taktischer für Arnaud Demare und ließ die Ausreißer allein an der Spitze. Am Ende waren beide, Demare und Sagan, nicht bei die Leut und andere sackten die restlichen Punkte ein.
Die Etappe heute war die bislang die flacheste. Jedenfalls zu Beginn. Es ging über 200 km von Giovinazzo nach Vieste. Die ersten Kilometer ging es superflach am Meer lang. Erst im Gargano kamen die Anstiege. Das große Feld kam fast geschlossen nach Vieste. Simon Yates vom Mitchelton trat die Etappe erst gar nicht an. Er war das nicht allein.
Rider: @alexdowsett
— Giro d'Italia (@giroditalia) October 10, 2020
First two hours in the breakaway:
⚡ 270⚡
Average power in watts
By @VelonCC and @YallaIsraelSUN#Giro pic.twitter.com/3oHo0Ushk0
Gewonnen hat einer der 6 Ausreißer. Die Gruppe fiel 25 km vor dem Ende auseinander. Fast alle versuchten es. Am Ende hatte Alex Dowsett von der Israel Cycling Start UP Nation die Nase vorn. Es war der erste Sieg für die Israelis.
Morgen kommt die ungarische Einschiebeetappe. Habe mich irgendwie verrechnet. Dachte eigentlich, es gibt keine extra Etappen. Gibt es aber doch. Habe hin und her gerechnet und weiß immer noch nicht warum. Egal morgen geht es von San Salvo nach Roccaraso. Danach kommt der Ruhetag und es geht wie gewohnt weiter.
Ergebnis <<<<<<<
We waited for this moment , for this picture, from the first second we have mounted our bikes as ISRAEL CYCLING ACADEMY just over 5 years ago. It’s sooooo sweet. @giroditalia . So many people to hug and thank. Next: pic.twitter.com/EKgFef3BCk
— Israel – Premier Tech (@IsraelPremTech) October 10, 2020
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