September 26, 2022

Radsport Journal Tourmann

Profi Radsport

Deutschland Tour. Die Zweite noch mal.

4 min read
Deutschland Tour 22

Deutschland Tour 22Hab mich gestern wieder ordertlich vertan. Das war nämlich gestern die erste Etappe der Deutschland. Davor hatten wir den Prolog in Weimar. Und das heißt, heute ist erst die zweite Etappe. Die führt  von Meiningen nach Marburg, hat eine Länge von 207 Kilometern und ist durch aus wieder hügelig. Die Etappe solle jetzt etwas für die Roller sein. Endlich mal sollen die Klassikerfahrer auf ihre Kosten kommen. Sie müssen nur den Vorhang hochziehen und das Publikum wird  schon klatschen.

Sie kennen das ja. Da kommt der große Meister auf die Bühne, rülpst zwei dreimal und schon krümmelt sich das Publikum. Die Meister der Show müssen nur wollen. Ich rede von Greg Van Avermaet, Simon Geschke und natürlich Nils Politt.

Obwohl auch der Sieger der diesjährigen Bergwertung der Tour de France mit am Start ist, wird Romain Bardet ziemlich kleingehalten. Denn der erklärte Sieger der Herzen in Sachen Tour de France ist natürlich Simon Geschke. Ach, wenn er nur Berge fahren könnte. Sie werden sagen, ach wenn er nur geschwiegen hätte. Aber Geschke ist sichlich der netteste Bartträger im Peloton, aber die richtigen Bergfahrer haben nun mal ein anderes Kaliber. Und ich finde immer, dass der beste Fahrer gewinnen sollte.

Auch der Deutsche Fahrer  Jakob Geßner vom Team  lotto kernhaus ist sicherlich ein netter Kerl. Doch am Ende wird die Bergtwertung ihm vielleicht geschenkt oder sie wird ihm weggenommen. In seiner hand liegt das sicher nicht. Ich kann verstehen, dass Typen wie Bardet sich zunächst nicht um das Trikot kümmern. Denn im Gegensatz zu anderen größeren Rundfahrten gibt es dafür erst am letzten Tag Kohle. Vorher hat man nur die Arbeit und die blöden Pressekonferenzen. Wo man doch eigentlich die Beine hochgelegt werden wollen. Und am nächsten Tag müssen die Kollegen dann arbeiten. Die freuen sich schon drauf.

Ok, beim Start wird oft mal ein wenig näher hingeschaut. Da, wo sonst ein wenig öfter weggeschaut wird. Die Werbung bringt dem Sponsor auch einiges an mehr Aufmerksamkeit. Und so ein Blumenstrauß im Rampenlicht ist auch nicht zu verachten. Küsschen gibt es ja nicht mehr. Coroana! Oder Sexismusdebatte.

Die Leute aus Meiningen genossen jedenfalls den Morgen. Man ja das Staatstheater und sicherlich eine Menge Theater gewöhnt. So eine Deutschland Tour sprengt natürlich den Rahmen. Man ist verkehrstechnisch eingeschränkt und man bekommt dafür die Stars, die man sonst allerhöchstens mal im Fernsehen sieht auf dem Tablet serviert. Es sei man ist überpünkltich und kommt zu spät, weil man eine flasche Zeit aus der Zeitung entnommen hat. Bei mir hat sich zum Beispiel eine Frau beschwert. O Ton: Junger Mann sie sind doch von der Presse. ( Junger Mann geht bei einem 67 Jährigen runter wie Sahne. Sprechen sie weiter, gnä Frau.) Also wenn sie schon von der Presse sind, dann hätten sie auch mal schreiben, was hier heute los ist.!

 Jawoll, genau der Ansicht bin ich. Aber die Lokalredakteure scheinen irgendwie den MittagsschlafDeutschland Tour überzogen haben und da muss denen das mit der Deutschland Tour irgendwie entgangen sein. Warum da wohl die vielen Gitter am Straßenrand waren? Man weiß es ja nicht. Ich kann da immer nur das Radsport Journal Tourmann empfehlen. Wenn darin auch oft nichts Konkretes steht, wird man zumindest ordentlich durch den Kakau gezogen.

Allerdings hat der Bürgermeister der Stadt den Weg zur Ziellinie gefunden. Das muss man schon sagen. Aber der hat sicher auch seine Quellen.

Reden wir noch ein wenig vom Rennen. Jedenfalls den ersten Stunden. Der Regengott hat ein Einsehen für die Landwirte gehabt und dierekt nach dem Start seine Pflicht getan. Die Jungs haben ja so was nicht so gerne. Die Straßelage wird dadurch nicht besser. Und auch sonst. Es bildet sich trotzdem wieder eine Ausreißergruppe. Ehrensache. Nicht mit dabei ist Jakob Geßner, dafür aber sein Team Kollege Jan Hugger. Der soll wohl die Bergpunkte absichern. Denn auch der Belgier Abraham Stockmann von Saris Rouvy Sauerland Team will heute wieder auf Punktejagd gehen. Nach  65 Kilometern haben die 4 Jungs an der Spitze 3:15 Minuten Vorsprung. Jan Hugger ist der viertuelle Führer der Rundfahrt. Dafür wird er sich am Abend nicht mal ein Eis kaufen können. Leider.

 

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