Deutsche Radsport Meisterschaften. Zum Geschmäckle.
Die meisten Essen werden ja erst dann mundgerecht, wenn man sie vorher ein wenig mit den Sinnen durchgekaut hat. Ein Schnitzel, dass man sich tagelang in der Einöde vorgemalt hat, schmeckt dann erst richtig gut. Mit dem Radrennen ist es nicht unähnlich. Erst werden die Trauben hoch gehängt und allen unerreichbar vor die Nase gehalten und dann gibt es Kamellen.
Wer weiß denn schon, dass einem die Datteln in den Mund fallen. Wenn man in einer Wüstenoase auf dem Rücken liegt und den Mund auf hält.
Eigentlich wollte ich schon zu den Timetrials nach Marsberg fahren. Die fanden am Freitag statt. Doch verließ mich die Lust und schob einige Ausreden vor. Wird doch doch nichts oder die scheiß Fahrerei hin und zurück. Aber am heutigen Samstag ging es dann los. Einen Tag vor dem Ereignis, der Straßenrennen der Männe und Frauen fuhren wir ins Sauerland.. Der Zielort für beide Gruppe ist der Kahle Asten. Der Start ist an unterschiedlichen Orten etabliert.
Da wir in der Regel über den Profiradsport der Männer berichten, zog es uns natürlich nach Arnsberg. Im dortigen Stadtteil Neheim starten die Männer morgen. Also fuhren wir erst nach Neheim und machten uns sachkundig. Tatsächlich wurde dort schon ein wenig aufgebaut. In der Fußgängerzone herrscte auch noch Betrieb. Das lag aber eher den Cafes und den noch offenen Geschäften.
Auf dem Rückweg zog es ins dann noch in die Altstadt von Arnsberg. Das haben wir nicht bereut. Denn
wir wurden mit dem nördlichsten Weinberg NRW`s belohnt. Der nördlichste Europas ist er sicher nicht. Denn wir in den Schären von Stockholm einen weiteren gesehen. Einen sicher ebenso großen.
Für die Jungs ist es morgen der erste Berg des Tages. Der wird schon mal ein kleines Highlight. Denn es geht ordentlich zur Sache und dann auf Pflastersteinen durch ein schmales Stadttor wieder den Berg runter. Das gibt sich gute Bilder. Leider nicht für uns. Denn wenn wir den Start in Neheim fotografieren schaffen wir es nicht nicht mehr dahin.
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