August 18, 2022

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Der Giro d’Italia macht einen Ausflug nach Slowenien.

4 min read

Der Giro d’Italia wird heute mit einer Bergankunft enden. Zuvor startet man an der Adria und reist dann flach ins Landesinnere. Bevor die berge kommen. Dazu gibt es einen Abstecher nach Slowenien. Dort wird der höchste Pass des Tages überquert. Man nennt ihn auch den slowenischen Mortirolo. Steil ist er aber nicht so hoch.

Etwas mehr als 1100 Meter hoch dürfte das dann eher die Zwergenvariante sein. Kurz aber heftig. Zum Ziel hoch gibt es dann in Cividale del Friuli noch einmal rund 600 harte Höhenmeter.

Zunächst mal wird eine fette Ausreißergruppe fahren gelassen.  150 km vor Ende signalisiert ein breit daher fahrendes Feld, dass es mit der Zusammensetzung dieser Gruppe einverstanden ist. Die 12 reisen schnell ab und haben ohne große Mühe bald über 5 Minuten Vorsprung. Mit dabei ist Koen Bouwman von Jumbo Visma. Der muss noch etwas an seinem blauen Bergtrikot feilen.

30 km später, wir sind noch in der Ebene, sind es gar über 11 Minuten. Da hat man wohl im Peloton überhaupt kein Interesse. Der Rückstand der Fahrer vorne liegt im höheren Stundenbereich. Einige haben sogar fast eine ganze Etappe stundenmäßig auf dem Buckel. Aber hier die Molly machen. Das ist dann so üblich. Hat man wirklich Kräfte gespart, wenn man einen Tag länger unterwegs ist?

120 km vor dem Ende sieht man die Bora´s an der Spitze des Peloton`s. Sie fahren den Vorsprung wieder runter. Alle fragen sich warum. Ich mich auch. Wozu verpulvert man hier seine Kräfte. Mal wieder die typische Bora Nummer. Die mit dem nervenden Zicke Zacke Hühnerkacke. Haber wir oft bei den Siegesfeiern gehört. Meist folgt dann der sterbende Schwan.

Der erste Schwan, der stirbt, ist allerdings Richie Porte. Einer der wichtigsten Helfer bei den Ineos Grenadieren für Richard Carapaz. Kurz nach nachdem es in die ersten kleinen Berge geht, muss er reißen lassen. Wohl nicht aufgrund des Tempos von Bora hansgrohe, sondern weil er ernsthaft krank ist. Ich glaube nicht, dass Porte heute das Ziel sehen wird.

Bora hansgrohe fährt den ersten Berg in voller Formation hoch. Außer Patrick Gamper sind alle bei der Arbeit. Ob man Richie Porte endgültig den Schlag versetzen will. Der dacktelt immer noch hinter dem Feld her. Hofft auf einen Zieleinlauf und dass er sich bis morgen erholen wird. Aber das wird nichts. Er muss schließlich aufgeben.

Koen Bouwman holt sich die Bergwertung. Was ich bemerkenswert finde ist, dass Fernando Gaviria sich in der Spitzengruppe hält. Der scheint doch irgendwie über die Berge zu kommen. Allerdings hat er seinen Kollegen schon mal gesagt, dass er die Geschichte nur als Lift nutzt. Um nicht aus dem Zeitlimit zu fallen.

Über den Slowenischen Mortirolo geht Koen Bowman als erster. Zwei Trikots stehen damit fest. Bowman Blau und Bemare cyclamino. 

Das rosa  Trikot steht noch in der Schwebe. Die Jungs von Bora hansgrohe beginnen zu schwächeln. Mal wieder die typische Bora Nummer. Mal sehen wie Jai Hindlay aus der Sache heraus kommt.

Vorne sind 5 Fahrer die den Sieg unter sich ausmachen . 17 km vor dem Ende haben sie 7 Minuten Vorsprung.

1  
11
VENDRAME Andrea 3:00:11  
2  
57
TONELLI Alessandro 2:47:11  
3  
118
VALTER Attila 2:04:19  
4  
143
BOUWMAN Koen 1:02:01  
5  
175
SCHMID Mauro 3:16:4

 

Vom Peloton ist nicht mehr viel übriggelieben. Dann geht es los. Die 5 Spitzenreiter belauern sich bis rund 200 m vor dem Ziel. Dann versucht es Koen Bouwman von vorne. In der letzten Kurve fahren seine Verfolger fast in die falsche Abzweigung. Die für die Autos. Bouwman umschifft die Klippe knapp und gewinnt souverän. Weiter hinter tobt die Schlacht schon 2 km vor dem Ende. Die beiden Favoriten können sich aber nicht elimieren. Carapaz rollt dicht gefolgt von Hinflay ins Ziel. Entscheidung verschoben. Morgen? oder soll es das Zeitfahren am Sonntag richten?

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