Tour Auvergne-Rhône-Alpes, 5. Etappe
Van Aert schlägt im letzten Sprint zu
Tour Auvergne-Rhône-Alpes, 5. Etappe: Saint-Chamond – Villars-les-Dombes, 195,8 km
Es war die letzte Chance für die Schnellmänner, und Wout van Aert ließ sie sich nicht entgehen. Nach 195,8 Kilometern von Saint-Chamond nach Parc des Oiseaux Villars-les-Dombes feierte der Belgier von Visma | Lease a Bike den Tagessieg – dank perfekter Vorarbeit seiner Mannschaft auf der Innenbahn vor Hugo Hofstetter und Phil Bauhaus.

Die Etappe hatte mit einigen hügeligen Ausläufern begonnen, die den Ausreißern traditionell Hoffnung machten. Doch diesmal sollten die Sprinterteams das Heft in der Hand behalten. Noch am Vortag hatten sie sich bei der Verfolgung einer zehnköpfigen Spitzengruppe verschätzt und mussten sich um wenige Sekunden geschlagen geben. Dieses Mal ließen sie von Anfang an keinen Zweifel aufkommen: Es würde eine Massenankunft geben. Die Spitzengruppe um Felix Engelhardt wurde zwölf Kilometer vor dem Ziel gestellt.
Was folgte, war ein Lehrstück in Teamarbeit. Angeführt von Bruno Armirail legte Visma | Lease a Bike ein hohes Tempo vor und diktierte das Geschehen bis in die Schlussphase – die perfekte Vorbereitung für den Antritt ihres Kapitäns. Van Aert ließ dann nichts mehr anbrennen und gewann souverän. Hofstetter ärgerte sich nach der Zielankunft sichtbar über seine Niederlage.
Für den 31-jährigen Belgier war es ein Sieg mit besonderem Stellenwert. Rund zwei Monate nach seinem Triumph bei Paris-Roubaix holte er damit bereits seinen zweiten Erfolg auf französischen Straßen in dieser Saison. Die mentale Bedeutung des Tages unterstrich van Aert nach dem Rennen selbst – es sei schwierig gewesen, mental, sagte er, und der Sieg bedeute ihm entsprechend viel.
Im Gesamtklassement änderte sich unterdessen nichts Wesentliches. Alex Baudin von EF Education-EasyPost verteidigte sein Gelbes Trikot. Der Franzose führt weiterhin mit zwölf Sekunden Vorsprung auf Kevin Vauquelin und Oscar Onley.
Die verbleibenden drei Etappen der Tour Auvergne-Rhône-Alpes enden allesamt mit einer Bergankunft – für van Aert und die anderen Sprinter war der gestrige Tag also tatsächlich der einzige Auftritt. Der Rest des Feldes richtet den Blick nun auf die Berge.
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