Tour de France. Wie auf dem Kindergeburtstag

 

Schaut man sich die Ergebnisliste der Tour de France nach zwei Tagen an, so denkt manch einer sicher, man wäre auf einen Kindergeburtstag.

Die alten Opas besuchen die Enkel und schauen zu, wie sie Radfahren. Speziell bei den deutschen Fahrern habe ich allerdings eher das Gefühl, es handele sich um eine Ausfahrt der alten Herren mit dem Alterspräsidenten.

Nach zwei Etappen haben alle Herren mehr als 40 Minuten Rückstand. Gut, man fährt nicht nach Paris, aber irgendwann will man doch wohl ankommen.

Die Prognose ist schlecht. Wenn man die Sache hochrechnet, bekommen wir auf rund 500 Minuten Rückstand für jeden einzelnen. Das heißt, wenn Pogacar und Co. in Nizza einradeln, haben die Jungs noch drei Etappen vor sich.

Ich weiß, sie werden sagen, die Sprinter müssen sich zurückhalten, um mal eine Etappe gewinnen zu können. Oder, es muss auch Wasserträger geben. Aber hier werden die Wasserträger wohl einen ganz langen Arm haben müssen, wenn sie 30 Minuten hinterherfahren. Und die schwierigen Bergetappen kommen noch.

Sagen wir es mal so. Man hat diesmal bei vielen Teams auf Erfahrung gesetzt und die leistungskräftigen Youngsters zu Hause gelassen. Vielleicht hätte man sich vorher mal das Profil der Strecke anschauen sollen und aus den Erfahrungen der letzten Tour gelernt.

Aber bei den meisten herrscht eh die Stimmung. Ist doch eh alles scheißegal. Wir können machen was wir wollen und Pogacar gewinnt trotzdem. Na denn, Prost.

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