Mo. Dez 16th, 2019

Il Lombardia

3 min read

Sollte es nicht La Lombardia heißen? Aber der Rennen ist nur was für ganze Kerle, wenn es nach den Italienern geht und so heißt es eben der. Was auch immer.

Das Rennen heut ist 243 km lang und führt über einige Anstiege von Brgamo nach Como. Dort am Comer See endet die italienische Radsporsportsaison für dieses Jahr. Obwohl das Rennen flach ausgeht, kommt häufig ein Einzelner oder eine kleine Gruppe durch. Der letzte kleine Hügel ist oft der Scharfrichter. Er hat  zwar nur eine Länge von 2,7 km, aber immerhin sind 200 Höhenmeter mit rund 7 Prozent Steigung.

Das Ding heißt San Fermo della  Battaglia. Wenn man es mit dem Heiligen Ende der Schlacht übersetzt, so kommt man der Realität sehr nahe. Weniger dramatisch ausgedrückt: wer hier keinen Baum mehr pflanzt, tut es in diesem Jahr nimmermehr. Ist doch schöner, oder?

San Fermo della Battaglia. Ich bitte sie. Wir sind beim Radsport und nicht im Krieg.

Vorher der Entscheidung bei Como wird noch anderen Jungens die Gelegenheit gegeben mal ihre Trikots der geneigten Öffentlichkeit zu präsentieren. Diesmal sind es acht Fahrer. Der italienische Liveticker erwähnt nur Ballerini und Benedetti. Immerhin fährt Letzterer für Bora hansgrohe. Die anderen sind Skuijns, Masnada, Barbin, Marcato , Cavagna und Rikunov.  Der Vorsprung der Gruppe hält sich so bei wenig mehr als 5 Minuten.

55 km vor dem Ende ist die Gruppe auseinander gefallen. Bob Jungels von Deceuninck Quickstep hat sich vom Peloton getrennt und auf die Verfolgung der verbliebenen Masnada und Skuijns gemacht. Die beiden liegen noch 2 Minuten vor dem Peloton, wo Ineos die Sache von Egan Bernal hochhält. Doch Jungles holt sie ein. Daraufhin verlassen Masnada schlagartig die Kräfte und es gibt ein neues Duo bestehend aus Skuijns und Jungles.

30 km hat sich die Situation völlig verändert. Die zahlreichen Anstiege decken die Karten auf. Emanuel Buchmann von Bora hangrohe und Tim Wellens von Lotto Soudal haben das Kommando übernommen. 24 Sekunden beträgt ihr Vorsprung.

Doch auch sie werden wieder eingeholt. Bauke Mollema vom Team Trek Segafredo setzt im vorletzten Anstieg den entscheidenden Angriff. Keiner der Favoriten nimmt ihn Ernst und so wächst sein Vorsprung auf 40 Sekunden. Primoz Roglic versucht es im Anstieg zur San Fermo della Battaglia. Doch er schafft es nicht. Die nächsten Akzente setzt Valverde von Movistar. Der ehemalige Weltmeister setzt in der Abfahrt alles auf eine Karte. Doch er kommt nur auf Platz zwei in s Ziel. Bauke Mollemana sichert sich dagegen eines der Monumente des Radsports.

Ergebnis>>>>>

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