Tour de Romandie. Die 1. Etappe.
Hab mal wieder ein paar Leute übersehen. Ich meine bei den Sprintern. Cavendish ist natürlich auch mit von der Partie. Gestern als ich am Streckenrand stand und die vorbeirasenden Jungs im Prolog abblildete, kam er an mir vorbeigeflogen. Glauben sie bitte nicht, dass ich ohne Startliste einen dieser verschärft vermummten Burschen erkenne. Aber beim Zeitfahren kommt ja hintern dem Renner der Teamwagen mit dem Namen des Betreffenden.
So hab ich also Cav entdeckt. Und nicht weil ich die Startliste besonders intensiv durchforstet hätte. Mea culpa.
Bin dann doch gespannt wer alles aus den Tiefen des Unbemerkten nochauftaucht. Die Rundfahrt steht ja erst am Anfang und da haben wir ja Spielraum.
Die heutige Etappe ist den Sprintern gewidmet. Man will den Herren mit den schnellen Beinen die Gelegenheit zur Show geben. Die letzten 50 Kilometer sind flach. Sie führen um einen See herum. Man kommt auch vorher einmal am Ziel in Le Sentier vorbei. Die Gegend lädt zum Urlaub ein. Für die Jungs allerdings stehen andere Sachen auf dem Spiel. Einmal kann man sich orientieren. Da trifft es sich gut das einer letzten Orte vor dem Ziel L’ Orient heisst.
Passage du peloton, plus de 2’ après les 5 échappés. #TDR2023 pic.twitter.com/Qhbyx3ZEUP
— Tour de Romandie (@TourDeRomandie) April 26, 2023
Genau hinter dem Ziel liegt die Zentrale des Uhrenherstellers Blanc Pain. Das ist sichlich kein Zufall. Im letzten Jahr ist hier die Tour de France durchgekommen. Da ist man wohl auf den Geschmack der Zeit gekommen. Morge, in La Chaux de Fond sehen wir dann das Headquarter des schweizerischen Uhrengeschehens.
Passage du peloton à Bavois #tdr2023 pic.twitter.com/cX3E9wpPuR
— Tour de Romandie (@TourDeRomandie) April 26, 2023
Reden wir noch kurz von der Etappe. Sie hat eine Länge von rund 170 Kilometern. Sie startet in der Gegend von Laussane und man sich ordentlich hocharbeiten. Die Sprinter werden irklich gefordert. Es gibt einige Bergwertungen. Und die sind nicht ohne. Cavendish und Gaviria gelten ja nicht gerade als die ausgemachten Klettermaxen. Doch wenn man man langsam fährt, können sie es schaffen.
Das Wetter heißt ist schön. Das hatten wir so gar nicht erwartet. Leicht bewölkter Himmel. Temperaturen so um die 12 Grad. In 1000 Meter Höhe.Im Schatten etwas frisch. Aber der ist eher selten.
Nach der ersten großen Bergwertung sieht es gut aus.. Das Peloton liegt rund 30 Sekunden hinter den drei Ausreißern. Der gestrige Gewinner des Prolog. Josef Cerny hat allerdings schon 1 Minute Abstand. Das wird wohl nicht mehr mit der Verteidigung des gelben Trikots. Jetzt kommt nur noch der Anstieg auf den Col Mont d Ozeires. Der hat die dritte Kategorie und sollte machbar sein. Danach kommen die 50 flachen Kilos.
Dannn kommt doch die große Korrektur. Alle Sprinter sind abgehängt worden. Bei der Gelegenheit hat hab ich noch einen verlorenSohn wiedergefunden. Elia Viviani. Der unterhält sich während des Rennens im sogenannten Bus nämlich vorzüglich mit Fernando Gaviria. Auch Cavendish fährt der Gruppe. Da vorne die Ineos Grendiere Tempo machen sieht es schlecht für Sprinter aus. Auch hat wohl Josef Cerny wieder Anschluss ans Peloton gefunden.

Dann kam es zum großen Finale der kleinern Sprinter in le Sentier. Ethan Vernon vom Team Soudal Quickstep holte für das Team den zweiten Erfolg in Folge bei dieser Rundfahrt. Er enthronte gleichzeitg sein Teamllegen Cerny. Der liegt wohl in der Platzierung etwas schlechter.
Nico Denz vom Team Bora hansgrohe hielt sich auch ausgezeichnet. In der Gesamtwertung liegt er nur 4 Sekunden zurück. Das heißt dann Platz fünf.
Ergebnis <<<<
La victoire d’ @EthanVernon22 au Sentier! 1re étape #TDR2023 pic.twitter.com/yBG5Pj8MKo
— Tour de Romandie (@TourDeRomandie) April 26, 2023
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![]() | Tour de France 2026. Barcelona leuchtet gelb. Gestern Abend, am Donnerstag, dem 2. Juli 2026, hat die Tour de France ihre 113. Ausgabe offiziell eröffnet. Zwei Tage vor dem Start wurden die 23 Teams mit ihren 184 Fahrern in Barcelona vorgestellt – nicht in einer Halle, sondern auf offener Straße, mit der Sagrada Família als Kulisse. Die Zeremonie begann gegen 18:30 Uhr und folgte einem für Barcelona typischen Drehbuch: Die Mannschaften rollten im Schritttempo vom modernistischen Hospital de Sant Pau los, fuhren die komplett gesperrte Avinguda Gaudí hinunter und wurden direkt vor den Türmen Gaudís einzeln auf die Bühne gerufen. Die Stadt hatte den Korridor bewusst gewählt, um aus einem protokollarischen Akt ein kulturelles Weltereignis zu machen. Zehntausende säumten die Strecke. Sportstadtrat David Escudé, einer der Architekten des Grand Départ, sagte im Vorfeld, Barcelona habe seit den Olympischen Spielen 1992 nichts Vergleichbares mehr erlebt. Nur drei Wochen nach dem Besuch von Papst Leo XIV. stand die Sagrada Família damit erneut im Zentrum eines globalen Medienmoments – diesmal mit Rennrädern statt Messgewändern. Wer stand auf der Bühne Der Titelverteidiger kam zum Schluss. Traditionell schließt das Team des Vorjahressiegers die Parade. Kurz vor 20 Uhr rollte das UAE Team Emirates von Tadej Pogačar als letztes vor die Basilika. Der Slowene jagt in diesem Jahr seinen fünften Toursieg und damit den Anschluss an die ewigen Rekordhalter Merckx, Hinault, Anquetil und Indurain. Direkt davor: Jonas Vingegaard mit Visma–Lease a Bike, der nach starkem Frühjahr den nächsten Anlauf nimmt, und Frankreichs großes Talent Paul Seixas, dem viele bereits die Rolle des dritten Favoriten zuschreiben. Besonders laut wurde es für Caja Rural. Das spanische ProTeam erhielt eine der Wildcards und startet erstmals seit über zehn Jahren wieder bei der Tour – als zweites spanisches Team neben Movistar. Mit den Katalanen Abel Balderstone und Joel Nicolau hatte es gleich zwei Lokalmatadoren im Aufgebot. Insgesamt wurden alle 23 Mannschaften vorgestellt – die 18 WorldTeams plus Tudor, Q36.5, Cofidis, TotalEnergies und Caja Rural. Während die Fahrer auf der Rampe posierten, sprachen die Kapitäne parallel im Auditorium von Sant Pau mit der internationalen Presse, ein neues Format, um den engen Zeitplan zu entzerren. Warum Barcelona Es ist erst das dritte Mal, dass die Tour in Spanien startet – nach San Sebastián 1992 und Bilbao 2023 – und das erste Mal in Barcelona. Die Stadt hat bereits 1957, 1965 und 2009 Etappen beherbergt, doch ein Grand Départ ist eine andere Dimension. Tour-Direktor Christian Prudhomme sprach von einer Herzenswahl, Bürgermeister Jaume Collboni von einem neuen Kapitel für eine Stadt, die schon Fußball-WM, Olympia und America’s Cup gesehen hat. Wie geht es weiter Schon am Samstag, 4. Juli, fällt der erste sportliche Startschuss: ein Mannschaftszeitfahren über 19,7 Kilometer, das am Forum beginnt, an der Sagrada Família vorbeiführt und nach zwei Anstiegen zum Olympiastadion auf dem Montjuïc endet. Anders als früher gibt es keine einheitliche Teamzeit – jeder Fahrer bekommt seine individuelle Zeit für das Gesamtklassement. Am Sonntag folgt die zweite Etappe von Tarragona zurück nach Barcelona, am Montag verlässt der Tross Katalonien in Granollers Richtung Pyrenäen. Gestern ging es aber noch nicht um Sekunden. Es ging um Bilder: 184 Fahrer im Abendlicht, die Basilika im Rücken, eine Stadt, die sich selbst als Welthauptstadt des Sports inszeniert. Barcelona hat die Teampräsentation nicht einfach abgehalten – es hat sie zu einer Prozession gemacht. Und damit den Ton gesetzt für eine Tour, die schon vor dem ersten Pedaltritt historisch wirkt. https://www.facebook.com/share/v/1BJRJZbKEJ/ |
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