IL Lombardia. Die Pogacar Trilogie.

Kann man sagen, es gäbe im Radsport einen Hattrick. Drei Tore in einer Halbzeit durch den selben Spieler. Ich glaube nicht. Fakt ist jedoch, dass Tadej Pogacar die Lombardia dreimal in Folge gewonnen hat. Die Italiener sagen ja immer Il Lombardia. Vielleicht ist das ja richtig, vielleicht aber auch nur Machismo. Bin mal gespannt wie die Lombardei Rundfahrt bei den Frauen heißen wird.

Nichts desto trotz hat der Slowene diese Rundfahrt, die ja nur ein Eintagesrennen ist. Dafür aber zu den fünf Monumenten des Radsports zählt. Monument des Radsport heißt nicht nur, dass es ein althergebrachtes Rennen ist, dass schon viele, nicht nur in der Radsportszene bekannte Namen, auf der Agenda hat. Es gibt auch besonders viel UCI Punkte für das Rennen. Zur Zeit sind es wohl 800. Für den Gewinn des Giro gibt es nach drei Wochen 1100 und für die Tour de France 1300 Punkte. Das sind eine Masse Punkte für einen Tag Arbeit. Deshalb stehen bei den Monumente selten Zufallssieger auf dem Podest.

Deshalb wurde auch der recht starken Ausreißergruppe eigentlich keinerlei Chancen eingeräumt. Zwar müssen sich die Fernsehkommentatoren ja irgendwie den Tag vertreiben. Sieben Stunden Sendezeit sind heftig. So darf man es man das Gequassel dann immer relativ ansehen. Wir von der schreibenden Zunft haben es da einfacher. Da gibt es eine knappe Zusammenfassung und man schreibt im Prinzip was man will.

Only und Ben Healy wurden von den Jungs in TV ja besonders hervorgehoben. Bis sie dann zum Schluss des Rennen ein wenig aus dem Gesichtsfeld verschwanden. Denn 50 km vor dem Ende begann der Aufmarsch der Matadoren. Das Ziel ist dieses Jahr in Bergamo und Verona ist nicht weit. Da bieten sich die Klänge von Aida an. Der Einmarsch der Kreuzfahrer sozusagen. Ach sie haben keinen Humor. Oder stehen nicht auf dummes Geschreibsel.

Gut. Denn jetzt wurde es ernst. Die big boys zogen die Schwerter. Übrig blieben dann eine Zeitlang Poagacar und Vlasov. Der eine von UAE, der andere von Bora hansgrohe. Letzteren zukünftiger Chef Roglic schwächelte eine Zeitlang. Doch konnte sich der Slowenen wieder erholen. Im Gegensatz zu Remco Evenepoel von Lotto Quickstep.

Trotzdem war gegen Pogacar auch dieses Jahr kein Kraut gewachsen. Sagen wir mal so. Der Slowene machte sich 20 km vor Ende auf zur Alleinfahrt und ward nicht mehr gesehen. Jedenfalls nicht von den Konkurrenten. Die sportlichen Leiter werden ihn in ihren Teamfahrzeugen schon im TV im Blickfeld gehabt haben. Das ist dann der Zeitpunkt wo im Pferdesport früher die Peitsche hervorgeholt wurde. Zum Glück ist es heute in der meisten Ländern nur verbal. Die Anzüglichkeiten, die Radsportlern per Funk übermittelt werden, dürfen allerdings so nicht mehr im Fernsehen übertragen werden. Radsport ist halt kein Gentlemensport, wie Snooker oder so.

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