Oktober 6, 2022

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Giro d’Italia. Viel Rummel von Beginn an.

3 min read
Giro d'Italia

Gestern sind die Jungs ja auf der Etappe eingeschlafen. Heute haben sie irgendwie Hummel im Arsch. Thomas de Gendt versuchte es als erster. Sein Versuch scheiterte mal wieder glorreich. Wie so viele von anderen Athleten. Heute schwingen die sportlichen Leiter die Peitsche. Da wird keiner fahren gelassen. jedenfalls keiner, der irgendeine Aussicht auf haben könnte.

Berichten wir also on stage. Ganz nah am Geschehen werden nicht bleiben. Bei der Hektik muss ein ganz grober Überblick reichen. Was soll man da die Sekundenerbsen zählen. Die sind in der Regel schon ein paar Kilometern wieder auf dem Asphalt platt gedrückt.

Heute haben wir 192 Kilometer. Die Haben es aber in sich. Gut 4000 Höhenmeter sollen es sein. 4 Bergwertungen aller möglichen Kategorien. Eine hat sogar die Nummer1. Entsprechend ist man nervös.

Geben wir einen Zwischenstand

128 km vor dem Ende der Grausamkeiten des Tages, sehen wir 4 Mann an der Spitze. Einer heißt Wout Poels von Bahrain Merida.. Der will sich wohl das Bergtrikot von Lennard Kämna holen. Man fährt auf den höchsten Berg des Tages, den Monte Sinno. Die haben 5 Sekunden Vorsprung. Nicht gerade gigantischt. Das Peloton liegt 57 Sekunden zurück. Wird langsam mehr. Kehrt jetzt Ruhe ein?

Scheint zu klappen. Die Jury winkt die Teamwagen nach vorne. 120 km vor  dem Ziel. Es geht jetzt zügig auf  2.30 hoch. Es sind sieben Fahrer. Neben Wout Poels sieht Tom Dumoulin von jumbo Visma und Bauke Mollema. Haben wir heute den Holländertag? Zumal noch Koen Bouwman noch mit von der Partie ist. Wie sind doch nicht in Alp d’Huez.

Etwas ganz Entscheidendes ist schon vor dem Start passiert. Michael Mörkov vom Team Quickstep ist nicht mehr angetreten. Damit ist der Anfahrer und Erfolgsgarant für Cavendish`s Sprinterfolge mal schnell weggefallen.

64 km vor dem Ende hat die Ausreißergruppe rund 5 Minuten Vorsprung. Wout Poels, der das ganze gezündet hat, bekommt echt Schwierigkeiten.  Es gibt noch ein paar Berge. Das wird nicht einfach.

Vier Fahrer kommen gemeinsam nach Potenza. Dumoulin Mollema, Formolo und Bouwman. Drei Holländer gegen einen Italiener. Das wird scher. So oder so. Das Peloton hat einen Rückstand von 3:22 Minuten. Noch sind 9 km zu fahren. Im Finale kommen noch ein paar Anstiege. Dumoulin wird in einem der Anstiege abgehängt,  kommt aber wieder zurück. 2 Jumbo Visma`s gegen je einen von UAE und Trek Sefredo. 6,5 km vor Schluss kommt das  endgültige  Ende von Tom Dumoulin. Denkste. Manche legen sich ins Bett und warten auf den Tod. Das müssen alles Radsportler sein. Man lümmelt rum und Dumoulin  ist wieder bei die Leut. Schafft er auch den letzten Anstieg? Ja . Man zockelt auf die Zielgerade. Dumoulin zieht dem Teamkollegen Bouwman den Sprint an. Der gewinnt souverän. Den anderen darf man einen guten Nachmittagsschlaf wünschen. Ich möchte nicht die Tischkante von den Jungs sein.

Ergebnis <<<<

 

 

 

 

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