Juli 29, 2021

Radsport Journal Tourmann

Profi Radsport

Die Tour de France nach Andorra.

3 min read
Andorra

Die Chefs sind schon mal abgereist. Da tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Die gestrige Etappe der Tour de France sah aus wie das Jugendrennen bei Rund um Köln. Dauernde planlose Angriffe. Bis die Schwarte kracht. Das haben die bis nach rund 100 Kilometern getan. Dann war Ruhe im Karton. 

Trotz aller ungewohnter Chaotik. Es war unterhaltsam. Und es ging um nichts. Jedenfalls nicht für die beiden großen Meister. Die kleinen Meister werden am Ende aber blöd geschaut haben. Nairo Quintana verlor sein Bergtrikot und Rigoberto Uran seinen zweiten Platz. Vingegaard verlor seinen Platz auf dem Podium.

Angesichts des hohen Amüsementwertes könnte man dafür plädieren die Mannschaften abzuschaffen. Also 180 Starter. Jeder sein eigenes Team. Zusammenarbeit wird bestraft und jeder muss sein Fahrrad selber reparieren.  Back to the roots.

Solche Rennen gibt es schon. Ich sie heißen Quer durch Europa oder so. Werde mich der Sache mal in Zukunft ein wenig mehr widmen.

Reden wir aber nun von der Tour. Nach der Bretagne geht die Tour nun ein zweites Mal ins Ausland. ÄH ja.  Nach Andorra. Es ist die erste richtige Bergetappe in den Pyrenäen. Die Etappe hat eine Länge von 191 Kilometern und 3 Bergwertungen der ersten Kategorie. Da werden sicher einige wieder das Placement gerade rücken wollen. Man wird sehen.

Die 15. Etappe der Tour de France

Gleich zu Beginn bildete sich eine 23 köpfige Spitzengruppe. Die Jungs blieben natürlich nicht bis zu Ende zu zusammen. Dafür fuhren zu viele ” Rette sich wer kann Leute ” mit. Da man aber einen Vorsprung von über 10 Minuten auf die Favoriten herausholte, kamen doch eine Masse Fahrer durch. Das Peloton wurde schon vor der Grenze nach Andorra in seine Teile zerlegt. Danach versuchten die Ineos Leute  Carapaz ein Geschenk zu machen. Der Versuch der Selbstzerfleischung gelang nicht ganz. Denn als der Mann aus Equador loslegen wollte, musste er ganz schnell die Hosen runter lassen. Er bekam von der Konkurrenz  keine Gelegenheit zur Selbstdarstellung.

Im letzten Anstieg vor dem Ziel in Andorra Vella versucht  Nairo Quintana sich sein Bergtrikot zurück zu holen. Auch dieser Versuch scheiterte. Das Ding trägt nun Wout Poels vom Team Bahrain Victorious. Der übernahm es dankend von Michael Woods von der Israel Start Up Nation. Der Amerikaner ,Babyface Sepp Kuss,  vom Team Jumbo Visma hatte dagegen seinen großen Tag. Im letzten Anstieg war er der erste der die Bergwertung erreichte. Obwohl Valverde vom Team Movistar ihn in der Abfahrt noch einzuholen versuchte, konnte der Amerikaner im Ziel seine Sonnenbrille ins Publikum werfen und so einen unbeschatteten Sieg feiern.

Bei Favoriten passierte nicht mehr viel. Außer dass Guillaume Martin in der vorletzten Abfahrt den Anschluss und seinen zweiten Platz verlor. Richard Carapaz von den Ineos Grenadieren darf dagegen weiterhin aus einer Sekunde Entfernung auf das Podium starren. Noch hat er Zeit.

Reden wir noch kurz von den deutschen Fahrern. Seit dem überlegenen Sieg von Nils Politt vom Team Bora hansgrohe ist das Thema Not und Elend ja vom Tisch. Und ein neues Kapitel der Ehrfurcht ist heute darüber auch nicht geschrieben worden.

Morgen ist erst mal Ruhetag. Da kann der Tross in Ruhe zollfrei einkaufen.

Ergebnis <<<<

Last Km of Stage 15 (01:32 Ambient) — aso
Last 20 Km Highlights of Stage 15 (00:50 English, restricted to Australia) — sbs
Stage 15 Winner’s emotion (01:01 Ambient) — aso

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