Der Champion im Meistertrikot: Georg Zimmermann triumphiert beim Radklassiker
FRANKFURT AM MAIN – Es war der Tag, an dem der Taunus bebte und die Alte Oper zur Bühne für ein deutsches Radsport-Märchen wurde. In einem packenden Finale sicherte sich Georg Zimmermann (Lotto Intermarché) am 1. Mai 2026 den Sieg beim Traditionsrennen Eschborn-Frankfurt. Der Augsburger bezwang im Sprint einer hochkarätigen Spitzengruppe keinen Geringeren als den britischen Superstar Tom Pidcock.
Ein Tag für die Geschichtsbücher
Schon am frühen Morgen säumten zehntausende Fans die Straßen zwischen Eschborn und der Frankfurter Innenstadt. Bei strahlendem Frühlingswetter und einer Rekordbeteiligung von 12.000 Jedermann-Fahrern war die Stimmung bereits aufgeheizt, als die Profis die 211,5 Kilometer lange Schleife in Angriff nahmen.
Das Rennen 2026 galt mit über 3.300 Höhenmetern als eines der anspruchsvollsten in der Geschichte des Klassikers. Die Entscheidung fiel, wie so oft, an den giftigen Anstiegen des Taunus.
Taktik-Schach am Mammolshainer
Schon früh setzte das Team Lotto Intermarché Akzente. Der Lokalmatador Jonas Rutsch setzte sich in der Ausreißergruppe des Tages ab und sicherte sich unter dem Jubel der Fans die Bergwertung am Feldberg. Doch als das Feld zum vierten und letzten Mal den berüchtigten Mammolshainer Stich (bis zu 26 % Steigung) passierte, flogen die Favoriten förmlich an den Ausreißern vorbei.
Eine Gruppe von etwa 15 Fahrern, gespickt mit Weltklasse-Namen wie Pello Bilbao und Ben Tulett, löste sich vom restlichen Feld. Mittendrin: Georg Zimmermann im weiß-rot-schwarzen Trikot des Deutschen Meisters.
Das Finale: Herzschlag-Finale vor der Alten Oper
Auf den letzten flachen Kilometern hinein nach Frankfurt belauerten sich die Spitzenreiter. Tom Pidcock, der für das neue Team Pinarello-Q36.5 startete, galt als der große Favorit für den Zielsprint. Doch Zimmermann bewies Nerven aus Stahl.
Anstatt sich auf ein langes Duell einzulassen, lancierte Zimmermann seinen Antritt exakt 300 Meter vor dem Ziel. Pidcock versuchte zu kontern, doch die Kraft des Deutschen war an diesem Tag unbezwingbar. Mit einer Radlänge Vorsprung riss Zimmermann die Arme in die Höhe.
„Das ist der größte Sieg meiner Karriere. In diesem Trikot vor heimischem Publikum zu gewinnen, ist unbeschreiblich“, so ein sichtlich bewegter Zimmermann im ersten Interview nach der Zieldurchfahrt.
Die Top-Ergebnisse von Eschborn-Frankfurt 2026
| Platz | Fahrer | Team | Zeit |
| 1. | Georg Zimmermann | Lotto Intermarché | 04:59:34 |
| 2. | Tom Pidcock | Pinarello-Q36.5 | + 0:00 |
| 3. | Ben Tulett | Team Visma | Lease a Bike | + 0:00 |
| 4. | Pello Bilbao | Bahrain Victorious | + 0:00 |
| 5. | Simone Gualdi | Lotto Intermarché | + 0:00 |
Fazit: Ein Volksfest in Schwarz-Rot-Gold
Mit dem Sieg von Zimmermann endet eine jahrelange Durststrecke der deutschen Profis beim Heimrennen. Während der Radsport-Tross nun weiter in Richtung Italien blickt, bleibt Frankfurt im Taumel eines perfekten Radsport-Feiertages zurück. Ein Sieg, der zeigt, dass der deutsche Radsport auch international wieder ganz oben mitmischt.
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