Circuit Franko Belge. Wie auf dem Friedhof.
Sie haben sicherlich von dieser Grabinschrift gehört. Hier liegen meine Gebeine, ich wünscht es wären deine. Makaber, nicht war?
Beim Circuit Franko Belge gab es 4 Souvenirs. Im deutschen sind das ja Mitbringsel die an den letzten Urlaub erinnern. Hier sind es eher die Erinnerungen, das ist die korrekte Übersetzung, an verstorbene Personen.
Beim Circuit Franko Belge gab es, wie gesagt vier solche Souvernirs. Jedes in Form einer Sprintwertung und jede sollte an einem vorzeitig verstorbenen Radrennfahrer erinnern. Einen von ihnen Jimmy Duquennoy hatte ich vor gar nicht all zu langer Zeit noch beim Münsterland Giro fotografiert. Ich glaube, es war 2018 . Drei Tage später ist er zu Hause auf seiner Couch eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht. Zwei der anderen Jungs, Wouter Weylandt und Antoine Demobie sind im Rennen umgekommen. Den letzten, Bruno Debois, kenne ich nicht. Hab auch im Internet nichts gefunden.
Trotzdem garantiere ich ihnen, dass jeder dieser Jungs lieber an der Sprintwertung teilgenommen hätte. Man es sich halt nicht immer aussuchen. Und vergessen wir mal nicht den Jungen, der 2019 bei der Polen Rundfahrt ums Leben kam. Auch ein Belgier vom Team Lotto Soudal. Bjorg Lambrecht. Ich hab ihn noch fotografiert, als er lachend auf dem Podium stand. Gib es für den kein Souvenir?
Reden wir von den erfeulichen Dingen des Lebens. Das ganze Rennen hatte eine Länge von 175 Kilometern. Gewonnen hat es der Sprinter Alexander Kristoff vom Team Intermarche aus einer kleinen Gruppe raus. Das stört den Norweger sicher wenig. Hatte er doch dafür vorher hart arbeiten müssen.
Vielleicht geben die Organisatoren dem Rennen ja nächstes Jahr ein neues Motto. Etwa: Immer lustig und vergnügt, bis der Arsch im Sarge liegt. Ist das nun Alterweisheit oder zynisch?
Ergebnis: <<<<<
The winner takes it all! Alexander Kristoff was the strongest in Circuit Franco-Belge #exterioocyclingcup #circuitfrancobelge pic.twitter.com/du9F4JQ7Q1
— Lotto Cycling Cup (@LottoCyclingCup) August 10, 2022
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