Giro d’Italia. Und Hannemann ging nicht voran.
Kurz gesagt. Die Ausreißergruppe kam in Mailand durch. Alle hatten einen Massensprint erwartet und alle hatten gedacht,, da konnte doch das andere Team mal die Pace machen. Doch die Idee war nicht so gut und am Ende ging dem Peloton die Strecke aus.
Und so sah die Sache aus.
Der zweite Sonntag des Giro gehörte nicht den Sprintern, sondern einem hartnäckigen Norweger. Am 24. Mai 2026 gewann Frederik Dversnes (Uno-X Mobility) die 15. Etappe von Voghera nach Mailand vor Mirco Maestri (Polti-Visitmalta) und Martin Marcellusi (Bardiani-CSF). Die 157 Kilometer lange Flachetappe, von den Organisatoren mit nur einem von fünf Schwierigkeitssternen bewertet, bildete den Abschluss der zweiten Rennwoche – danach haben die Fahrer 72,09 % der Gesamtdistanz absolviert.
Wie das Rennen lief
Die Strecke war auf dem Papier komplett flach. Der Giro selbst beschreibt sie als “completely flat stage. The race starts in Voghera and heads towards Pavia on wide, predominantly straight roads.”
Gestartet wurde neutralisiert in Voghera vor der Kathedrale San Lorenzo, der scharfe Start erfolgte auf der SS10 nördlich von Torrazza Coste. Über Casteggio, Broni und Stradella ging es zum einzigen Zwischensprint des Tages in Pavia nach 49,6 Kilometern.
Danach erreichte das Feld Mailand bereits nach 91,8 Kilometern zur ersten Zieldurchfahrt auf dem Corso Venezia. Von dort wartete ein 16,3 Kilometer langer Rundkurs, der viermal absolviert werden musste – über Piazzale Lodi, Piazza Serafino Belfanti und die Piazzale Loreto zurück auf die Corso Buenos Aires. In der zweiten Runde wurde bei Kilometer 114,8 kurz vor der Piazzale Loreto der Red Bull-Kilometer ausgefahren.
Trotz der breiten Boulevards und des erwarteten Massensprints ließ das Peloton eine frühe Gruppe ziehen – und rechnete sich am Ende verrechnet.
Das Finale
Auf dem Schlusskurs in Mailand hielt die Spitze. Dversnes, der bereits im Frühjahr mit langen Fluchten aufgefallen war, setzte sich im Vierer-Sprint vor Maestri durch. Das offizielle Resultat listet:
- Frederik Dversnes (NOR) – Uno-X
- Mirco Maestri (ITA) – Polti-Visitmalta
- Martin Marcellusi (ITA) – Bardiani-CSF
- Mattia Bais (ITA) – Polti-Visitmalta
Für Dversnes ist es der erste Etappensieg bei einer Grand Tour, für Uno-X der zweite Giro-Erfolg der Teamgeschichte. Die Sprinterteams um Jonathan Milan und Kaden Groves kamen zu spät – Mailand sah 2026 keinen Royal Sprint.
Gesamtklassement – alles beim Alten
An der Spitze änderte der flache Tag nichts. Das Rosa Trikot trägt weiter Jonas Vingegaard. Der Däne hatte es am Vortag auf der 14. Etappe erobert: “Jonas Vingegaard finally ripped the Maglia Rosa from Afonso Eulalio’s shoulders on Stage 14 of the 2026 Giro d’Italia, taking his third stage victory of the race”.
Die SRF-Zusammenfassung bestätigt: “Jonas Vingegaard gewinnt die erste Alpenetappe am Giro d’Italia und übernimmt nach dem 14. Teilstück die Maglia Rosa.” Der bisherige Träger Afonso Eulalio musste im Schlussanstieg der 4.209-Höhenmeter-Etappe abreißen lassen.
Vingegaard geht damit mit komfortablem Vorsprung in den Ruhetag.
Was jetzt kommt
Heute Abend verlassen die Teams Mailand Richtung Norden. Morgen, am 25. Mai, ist der zweite Ruhetag des Giro vorgesehen.
Am Dienstag wartet dann der Kontrast: Etappe 16 von Bellinzona nach Carì – eine kurze Bergetappe komplett in der Schweiz. “After an initial section that rises gradually, the race enters a 22 km circuit to be covered twice.”
Nach dem Ausreißer-Tag in der Po-Ebene wird Vingegaard dort wieder gefordert sein – und der Giro geht zurück dorthin, wo er ihm bisher am besten liegt: in die Berge.
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