Tour de France. Landunter hinter Bayeux.

Der Tour wurde natürlich der Teppich ausgerollt. Uns natürlich nicht. Als wir morgens anreisten kam uns einwheely Jeep entgegen. Direkt dahinter ein Bus. Wir feixten natürlich über alte  senile Engländer, die noch einmal den zweiten Weltkrieg erleben wollen. Was ja hier Geschäft ist. Doch der weiße Bus trug ein Y vorne auf dem Nummernschild. Das ist dann so, als ob eine schwarze Katze einem über den Weg läuft.

Der Tag begann also gut und endete auch gut. Soviel vorweg. In Bayeux steppte natürlich der Bär. Allerdings vor dem Cafe, in dem wir saßen. Die Karawane zog vorbei und das Volk forderte den Tribut. Danach lichteten sich die Reihen und man bekam doch tatsächlich einen Platz am Spalier. Nur nicht  verzagen. Als sich die Reihen anderthalb Stunden wieder füllten, war der Platz von uns besetzt. Kein Spaß da in der Sonne  auszuharren und jeden Zentimeter Strecke mit dem Body zu verteidigen. Was tut man nicht alles für die Leser und ein Foto, das man bei jedem anderen Rennen sehr viel leichter bekommt. Nächstes Mal lass ich mich wieder akkreditieren und stehe lachend auf der anderen Seite vom Zaun. Ätsch.

Später kommen die Helden Landstraße kurz vorbei. Die Fotos sind in der Kiste und ab geht es nach St. Malo zur nächsten Etappe. 

Da war dann aber der Fall von Flandern und Brabant und denkste. Noch an die schwarze Katze. Die Landstraße hinter St. Lo ist gut. Doch dann kommt eine Umleitung wegen einer Baustelle. Nicht schlimm. Doch nach einer Weile frage ich die Fahrerin, ja auch das haben wir beim Radsport Journal, ob der Straßenbelag so schlecht geworden ist. Das Fahrgeräusch wird lauter und lauter. Dann halten wir kurz mal an und sehen den Schaden. Einer der Hinterreifen ist komplett hinüber. Schön, wenn man jetzt einen Ersatzreifen hat. Haben wir aber nicht. Sondern nur zwei Dosen Pannenspray. Die nützen jetzt aber nichts .

Zufällig sind wir mitten in der Pampa bei einem Bauernhof stehen geblieben. Neben der Straße steht ein alter mit Schrott vollgeladener Peugeot. Wir fahren auch Peugeot. Und der Bauer denkt sicher, dass unser Auto auch mit Schrott vollgeladen ist. Den Peugeotreifen will er aber nicht hergeben. Das Auto könnte ja irgendwann mal aus seinem Dornröschenschaf unter den Brombeeren aufwachen. Aber er erweist sich als der tollste Helfer den wir je hatten. Denn er organisiert einen Pannendienst. Der kommt nach kurzer Zeit auch mit dem richtigen Reifen. Zwar ist der Mann wegen unser finanziellen Möglichkeiten etwas besorgt und zeigt uns zuerst die Rechnung. Als wir nicken und dann reine Fahrerin mit ihm das Bargeld im nächsten Dorf holt, wird auch der neue Reifen montiert. Nach Zwei Stunden sind wir wieder auf der Straße. Danke Leute.

Wir haben natürlich auch vorher den ADAC Pannendienst kontaktet. Wenn man auf einer Landstraße in Frankreich  liegenbleibt, dann darf man ein Onlineformular ausfüllen. Die wollen sich dann melden, haben sie aber nicht und ich fürchte, dass wir auch morgen da noch dumm am Straßenrand stehen würden. Dafür zahlt man also seit Jahren seine Versicherung.  Wir haben ihnen dann geschrieben, dass wir das mal wieder alleine geregelt haben. Helf dir selbst, dann helft dir Gott oder so.

Sie werden verstehen, dass das Renngeschehen bei der Tour de France heute mal nicht im Mittelpunkt der Ermittlungen stand. Trotzdem haben wir dann auf der Fahrt nach St. Malo die Rennberichte im Radio gehört. Während der Zeit kam auch der Bus mit Vingegaard und Kollegen vorbei. Die Jungs sieht man natürlich nicht hinter ihren buntbemalten Gardinen. Also, gewonnen hat die Etappe der Ire Ben Healy. Der war natürlich schon lange scharf auf so ein Ding. Geschafft hat er es mit einer netten Alleinfahrt. Am Ende hatte er 2:47 Vorsprung vor  Quinn Simmons. Über uns kommt übrigens gerade in diesem die Tour Direktion mit zwei Hubschraubern an unserem Platz vorbeigeflogen. Die machen ganz schön Krach. Die E Autos werden dann auf den Etappen benutzt.  Wir stehen am Mont Dol de Bretagne. Erst morgen in der Früh geht es durch St. Malo.

Also gut, reden wir wieder vom Rennen. Von Pogi und Vingi. Die beiden sind einträchtig zusammen Ziel gekommen. aber weit über 5 Minuten hinter Spitze. Mit dabei war auch Florian Lipowitz. Während Primoz sich weitere 5 Sekunden Zeit ließ. Auf gewissen Stühlen möchte ich langsamer Hand nicht sitzen.

Ergebnis <<<<<

 

 

 

 

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