Arnaud de Lie gewinnt Binche Chimay Binche.

Die Gegend kennen wir von der  Tour de France gut. Bei den letzten Austragungen kam man immer irgendwie hier vorbei. Dieser Teil Walloniens hat natürlich auch seinen besonderen Reiz. Die Landschaft ist hüglig. Die Dörfer verstreut und so klein, dass sie nicht mal mehr einen Bäcker haben. Den ersetzt der Baguetteautomat. Denn wir sind quasi in Frankreich und hier ist ein Petit Dejeuner ohne Baguette unvorstellbar.

So sieht man dann im Morgengrauen wie gewohnt die Männer mit den langen Brotstangen vom Automaten nach Hause eilen.

Ein wenig später kamen dann die Jungs auf ihren schlanken Rädern vorbei. Von Binche nach Chimay, sie kennen das Bier und dann nach Binche zurück sind es keine 199 km. Deshalb wird in Binche noch ein wenig gekreiselt. Sehr zur Freude des dort sehr Radsport begeisterten Publikums. Trotz der zahlreichen Berge und Hügelchen ließen sich die Sprinter den Tag nicht nehmen.

Zwar waren, wie gewohnt, ein paar Ausreißer auf der Strecke. Aber man fährt das Rennen nicht zum ersten Mal. Und so weiß man, das auch die Hügel in der Schlussrunde den Ausreißern keine Chance lassen. Wenn die Sprinter es wollen. Die wollten heute und so jagte dann das Feld ziemlich geschlossen auf die Zielgerade. Jedenfalls was die Sprintermannschaften anbelangt.

Eigentlich erwartete man in erster Linie eine Auseinandersetzung zwischen De Lie, Philipsen und Melier. Doch letzterer schwächelte und erschien gar auf der Bildfläche. Philipsen musste sich von Bini Ghirmay und Milan Fretin überzeugen lassen, dass auch andere Mütter schöne Töchter haben.

Da half es doch dem belgischen oder wallonischen Nationalstolz, dass Arnaud De Lie als erster über die Ziellinie rauschte. Der Deutsche Henri Uhlig von Alpecin Deceuninck kam auf den 17. Rang. Immerhin noch in der Spitzengruppe hatte er sicher aber andere Aufgaben als um den Tagessieg zu sprinten.

Ergebnis 

 

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