Giro D’Italia. Valentinstag am Gardasee.
I
ch glaube nicht, dass Primoz Roglic diesen Tag als Tag der Liebe in Erinnerung behalten wird. Denn die Etappe begann fürchterlich und endet für ihn schrecklich. Es war nicht der Wind, das Himmlische Kind, sondern das verdammte Sauwetter zu Beginn der Etappe. Es regnete in Strömen und die Straßen waren arschglatt. Das galt zwar für alle, aber Roglic hatte mal wieder die Pechsträhne. Er stürzte ein oder zweimal und musste dann das Rennen entnervt aufgeben.
Dabei wurde es zum Ende hin doch recht gemütlich. Zumindest was die Temperaturen und den Sonnenschein betraf. Die Straßen trockneten und die schwierigen Abfahrten gewannen wieder an Sicherheit. Das nutzte aber Juan Ayuso vom Team UAE nur wenig. In der Mitte des Rennens hatte er sich schon einen Rückstand auf die Favoriten eingefangen und musste sich vom Teamwagen wieder zurückführen lassen. Auf den letzten Pässen musste er dann passen und segelte hinterher.
Weit vorher hatten Fortunato und Scaroni mit ein paar anderen schon über acht Minuten Vorsprung herausgeholt. Die brauchten sie, um ihren Doppelsieg für Astana einzufahren. Die freuten sich nicht nur für das blaue Trikot, das sie nun ziemlich sicher haben, sondern natürlich auch über die vielen Punkte in der UCI Weltrangliste.
Im letzten Anstieg sah man dann einen gewissen Herrn Carapaz wie entfesselt loslegen. Der hat schon mal den Giro gewonnen und so wie er heute sich ins Zeug gelegt hat, will er es wieder tun. Zudem schwächelte der mexikanische Held in Rosa ein wenig. Eine Zeitlang sah es so aus, als ob Carapaz von EF oder Simon Yates von den Visma`s sich das Trikot überstreifen würden. Doch dann erschien Del Toro doch noch rechtzeitig an der Ziellinie und machte auf Zapata.
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