Magnier gewinnt beim Hamburg – Sprint-Coup bei der 29. Cyclassics
Paul Magnier hat sich bei der 29. Ausgabe der ADAC Cyclassics seinen bislang größten Erfolg gesichert. Der 22-jährige Franzose von Soudal Quick-Step setzte sich am Sonntag nach 205,3 Kilometern von Buxtehude bis in die Hamburger Innenstadt im Sprint einer großen Gruppe durch und feierte damit seinen ersten Sieg bei einem WorldTour-Eintagesrennen.

Auf der Zielgeraden in der Mönckebergstraße war für die Konkurrenz kein Kraut gewachsen: Magnier zog den Sprint bereits rund 200 Meter vor der Linie an und ließ sich nicht mehr einholen. Hinter ihm wurde es dagegen eng – Mike Teunissen (XDS Astana Team) sicherte sich Platz zwei knapp vor Laurence Pithie (Red Bull–Bora–hansgrohe), der sich seinerseits nur um Haaresbreite gegen Paul Penhoet (Groupama–FDJ United) durchsetzte. Bester Deutscher wurde Henri Uhlig (Alpecin-Premier Tech) auf Rang fünf.
Entscheidend für den Rennverlauf war einmal mehr der Waseberg, die knackige Steigung, die traditionell über Sieg und Niederlage bei den Cyclassics mitentscheidet. In diesem Jahr wurde die Rampe zum ersten Mal seit fünf Austragungen erst 15 Kilometer vor dem Ziel passiert – und sortierte prompt das Feld: Die Top-Sprinter Jonathan Milan (Lidl-Trek) und Olav Kooij (Decathlon CMA CGM) verloren dort den Anschluss an die etwa 30 Fahrer starke Spitzengruppe und damit jede Siegchance.
Isaac del Toro sorgte mit einem Antritt zusätzlich für Tempo in der Schlussphase, konnte sich selbst aber nicht absetzen – was Soudal Quick-Step in die Karten spielte. Das Team arbeitete auf den letzten 15 Kilometern hart daran, die abgehängten Sprinter fernzuhalten, und brachte Magnier perfekt positioniert ins Finale.
„Ich glaube, ich kann mich wirklich bei meiner Mannschaft bedanken. Jeder Einzelne hat extrem hart gearbeitet und mich im Finale in die perfekte Position gebracht“, sagte Magnier nach dem Rennen. Für den dreifachen Giro-Etappensieger dieses Jahres ist es der bislang größte Erfolg seiner noch jungen Karriere – vor einem Jahr war er in Hamburg noch Dritter geworden.
Überschattet wurde der Renntag von einem tragischen Vorfall: Beim parallel stattfindenden Jedermann-Rennen kam es zu einem Todesfall.
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