Beloki krönt sich zum König des Ain – Newcomer triumphiert bei 38. Auflage
Die dreitägige Tour de l’Ain 2026 hat ihren Sieger gefunden: Der 21-jährige Spanier Markel Beloki vom Team EF Education-EasyPost sicherte sich den Gesamtsieg der 38. Ausgabe des französischen Etappenrennens und beerbt damit Cian Uijtdebroeks in der Siegerliste. Für den jungen Basken ist es der erste große Erfolg seiner noch jungen Profikarriere.

Den Auftakt am Dienstag machte eine flache Etappe von Parc des Oiseaux nach Bourg-en-Bresse über 160,9 Kilometer. Nach einer frühen Ausreißergruppe, die sich zunächst einen ordentlichen Vorsprung herausfuhr, aber rund 52 Kilometer vor dem Ziel gestellt wurde, kam es zum erwarteten Massensprint. Noah Hobbs setzte sich knapp gegen Alberto Dainese und Bohémond Barrillot durch und übernahm damit auch das Gelbe Trikot als erster Gesamtführender.
Die zweite Etappe von Saint-Vulbas nach Lagnieu brachte dann die entscheidende Wende. Am zweiten Anstieg des Col de Portes setzte Belokis Team EF Education-EasyPost ein derart hohes Tempo an, dass das Feld regelrecht auseinanderbrach. Nach der Abfahrt attackierte Beloki rund zehn Kilometer vor dem Ziel im Alleingang und fuhr sich einen entscheidenden Vorsprung heraus, den er bis ins Ziel verteidigte. Noa Isidore und Nicola Conci komplettierten das Podium des Tages, doch wichtiger war: Beloki übernahm die Gesamtführung mit 52 Sekunden Vorsprung auf Axel Mariault und 55 Sekunden auf seine ärgsten Verfolger.
Die Königsetappe am Donnerstag zwischen Oyonnax und Lélex Monts-Jura ließ mit 131,5 Kilometern, fast 3.000 Höhenmetern und sieben kategorisierten Anstiegen noch einmal alles offen. Früh setzte sich eine rund achtköpfige Ausreißergruppe ab. Am Berg griffen dann Jamie Meehan und der Soudal-Quick-Step-Nachwuchsfahrer Henrique Bravo hart an, doch Beloki verteidigte souverän mit Unterstützung seines Teamkollegen Alex Jefferson Cepeda. Sechs Fahrer erreichten gemeinsam die Bergkuppe: Beloki, Cepeda, Meehan, Bravo, Axel Mariault und Huw Buck Jones – kurz darauf schloss auch Nicola Conci mit einer starken Abfahrt wieder auf.
Am Ende war es der Franzose Axel Mariault, der im reduzierten Sprint einer kleinen Gruppe seinen allerersten Profisieg feierte und damit EF Education-EasyPost den kompletten Etappen-Durchmarsch verwehrte. Beloki wurde Tageszweiter vor Brieuc Rolland (Groupama-FDJ United) – genug, um das Gelbe Trikot ins Ziel zu retten und den Gesamtsieg klarzumachen. Mariault sicherte sich mit Rang zwei in der Gesamtwertung zugleich das beste Ergebnis eines Franzosen bei dieser Austragung, Meehan komplettierte das Gesamtpodium auf Platz drei.
Nach dem Zieleinlauf zeigte sich Beloki sichtlich gerührt: Es sei ein wunderbarer Tag für ihn gewesen, das Rennen habe bis zum Schluss volle Konzentration erfordert. Für den jungen Basken ist der Gesamtsieg beim Tour de l’Ain der erste Erfolg in einem mehrtägigen Etappenrennen auf Profiniveau – ein vielversprechendes Signal für die kommenden Saisonziele.
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