Der Milan gewinnt in Follonica

Eigentlich sind die Milane ja schon wieder in den Norden gezogen. Jedenfalls sehe ich sie hier wieder am Himmel über unser Tal fliegen. Jhonatan Milan ist dagegen irgendwie schon ein Weichei. Bevorzugt mit dem Rennen zwischen den italienischen Meeren erstmal die fahrt in den Süden. Denn Follonica liegt bekanntlich südlich von Lido Camaiore.

Man fährt erst mal über Livorno an der Küste lang und dann geht es in ein Seitental. Bei Cecina. Das ist zwar flach aber durch eine paar hundert Meter hohe Hügelkette vom Meer getrennt. Irgend muss man aber nach Canneto hoch und gibt es die Bergwertung.

Die war hart umkämpft. Zunächst hatte der Italiener Tarozzi von Bardianini sich erst mal allein auf die Socken gemacht und drei vier Minuten Vorsprung herausgefahren. Bei der Anfahrt zur Bergwertung bekam er jedoch von zwei Landsleuten vom Team Polti Gesellschaft. Die beiden haben den armen Jungen dann aufgemischt.

Ich kenne die gegend eigentlich ganz gut. Jedenfallls was die Hügelkette betrifft. Habe dort oft im Herbst meine Langstreckenform beim Laufen konserviert. Einsam war es das nie und leise auch nicht. Denn die Ballermänner mit ihren Schrotflinten haben dort fast jeden Tag ihr Konzert gegeben. Da blieb kein Vogel in der Luft.

Der Milan ist ja auch auf dem Boden geblieben. Gut Gedeckt ließ er sich von seinem Team Lidl Trek nach Follonica chauffieren. Dort gab es einen Sprint der in der Ausführung fast eines Cippolinis würde gewesen wäre. Jhonatan Milan hat in üerdurchschnittlicher Manier allen anderen Fahrern gezeigt, dass er der Herrscher der Sprintermeere ist. 

Zwar hatte der altmeister und Holländer Dylan Groenewegen wegen eines Sturzes ein paar Kilometer vor dem Ende nicht mehr richtig eingreifen können. Aber das war an diesen Tag wohl ohne Auswirkung auf das Tagesergebnis. 

Ergebnis  <<<<<

 

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